Leverkusen: Diskussion um Chempark-Kraftwerk

Leverkusen : Diskussion um Chempark-Kraftwerk

Der Begeisterung, die Leverkusens Finanzdezernent und andere Vertreter aus Politik und Gesellschaft für die Pläne zum Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks im Chempark gezeigt haben, ist noch nicht verhallt , da bringt Bürgerlisten-Fraktionschef Erhard Schoofs schon erste Geschütze in Stellung.

Er finde es befremdlich, teilte Schoofs am Freitag in einer Stellungnahme mit, dass Chemiepark-Betreiber Currenta "als Teilhaber" der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Leverkusen (WfL) zur Information über dieses Projekt "den Weg über die Medien" gewählt habe, anstatt den WfL-Aufsichtsrat etwa in dessen Sitzung in der vergangenen Woche vorab zu informieren.

Currenta und das Schweizer Energie-Unternehmen Repower hatten am vergangenen Mittwoch ihre Pläne für den Bau eines klimafreundlichen, modernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerks in Leverkusen vorgestellt. Currenta-Sprecher Jörg Brückner machte am Freitag gegenüber unserer Zeitung deutlich, dass man schon aus rechtlichen Gründen das WfL-Gremium nicht vorab habe unterrichten können. "Repower ist ein börsennotiertes Unternehmen und muss daher zuallererst seine Aktionäre informieren." So schreibe es das Gesetz nun mal vor. Mittwochmorgen sei die entsprechende Börsennotiz herausgegeben worden:

Noch am selben Tag hätten beide Partner sowohl die Medien, als auch Entscheidungsträger aus Politik und anderen Bereichen der Gesellschaft ausführlich über die Pläne ins Bild gesetzt, betont Brückner: "Schneller kann man gar nicht sein."

Schoofs, der negative Auswirkungen auf andere Unternehmen der Region fürchtet, etwa auf die Energieversorger EVL, will dennoch so schnell wie möglich eine Sondersitzung der WfL, notfalls auch des Stadtrats, zu dem Thema.

(RP)