Leichlingen: Selbst geschriebene Texte beim Vorlesewettbewerb

Leichlingen: Selbst geschriebene Texte beim Vorlesewettbewerb

Obwohl sich im Lehrerzimmer der Paul-Klee-Schule am Dienstagmorgen Schüler und Lehrer dicht drängten, war es mucksmäuschenstill, als die ersten Teilnehmer am Lesewettbewerb nach vorn ans Pult traten. 13 Mädchen und Jungen hatten sich in diesem Jahr freiwillig gemeldet, um vor großem Publikum ihre Lesefähigkeiten zu demonstrieren.

Und doch konnte man den meisten von ihnen ihre Aufregung anmerken. Immerhin hatten sie sich seit Jahresbeginn auf diesen großen Auftritt vorbereitet. Einige hatten, so wie die kleine Josefine aus der Maulwurfsklasse, die Texte, die sie vortrugen, selbst geschrieben und immer wieder einstudiert.

Auch Emil und Robert trugen gemeinschaftlich einen selbst entwickelten Text mit dem Titel "Wo ist Manni?" vor. Jeder Vortrag wurde von den kleinen und großen Zuhörern im Lehrerzimmer mit lebhaftem Applaus gewürdigt.

Eine besonders knifflige Aufgabe kam den fünf Schülern aus der Sekundarstufe I zu, die als Jury die Leseleistungen der Teilnehmer zu bewerten hatten. Knifflig, weil alle Wettbewerber der LVR-Förderschule über ganz unterschiedliche Behinderungsgrade und Vortragskompetenzen verfügten. Um die Wertungen möglichst objektiv und vergleichbar zu machen, stand den Juroren ein eigens entwickeltes Bewertungsschema zur Verfügung.

So setzte sich am Ende der 13-jährige Lukas aus der fünften Klasse gegen seine zwölf Mitbewerber durch, den zweiten Platz sicherte sich der siebenjährige Dominik aus der Primarstufe. Am Ende haben aber alle 13 Teilnehmer gewonnen. Jeder von ihnen bekam nämlich nicht nur eine Urkunde, sie durften sich auch je ein Buchgeschenk aussuchen.

Der Lesewettbewerb wird schon seit einigen Jahren regelmäßig in der Paul-Klee-Förderschule durchgeführt, an der zurzeit 173 Schüler mit Handicaps im Alter zwischen sechs und 18 Jahren unterrichtet werden, wie die stellvertretende Leiterin, Anne Eckhardt, berichtete.

(bero)