Lokalsport: Volleyball: Jetzt ist der Abstieg besiegelt

Lokalsport : Volleyball: Jetzt ist der Abstieg besiegelt

Den Drittliga-Frauen der SG Langenfeld bleiben nach dem 1:3 beim Letzten Langenhagen höchstens winzige theoretische Chancen.

Für die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) ist der Klassenerhalt in der 3. Liga nur noch sehr theoretisch möglich, denn das Team von Trainer Michael Wernitz unterlag auch beim abgeschlagenen Schlusslicht SC Langenhagen - 1:3 (17:25, 26:24, 22:25, 23:25). Der Abstieg in die Regionalliga West dürfte damit besiegelt sein. Drei Spieltage vor dem Saisonende liegt der Zehnte Langenfeld (15 Punkte) acht Zähler hinter TuSpo Weende (23), das mit dem 3:0 beim SC Spelle-Venhaus einen wertvollen Sieg holte und als Neunter auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz praktisch bereits gerettet ist. Wernitz gibt eine Art Durchhalteparole aus - verbunden mit dem Ziel, bis zuletzt alles in die Waagschale zu werfen: "Rechnerisch ist noch alles möglich und wir haben die Hoffnung noch nicht verloren. Aber die Ausgangslage ist nicht besser geworden."

Die SGL reiste mit enormen Personalsorgen an. Zuspielerin Carina Zandt (Westdeutsche Meisterschaften) fehlte und Vertretung Vivian Brauns litt unter gesundheitlichen Problemen, wirkte aber mit. Diana Kiss, Birgit Dechow, Jessica Eisler und Mareike Dietzsch waren ebenfalls angeschlagen. "Mareike hatte zittrige Beine und war nicht ganz auf der Höhe", urteilte Wernitz. Dass die Spielerinnen trotz ihrer Probleme mitwirkten, zeigt immerhin eine hohe Leistungsbereitschaft im Dienst der gemeinsamen Sache.

"Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen. Sie haben auf jeden Fall gekämpft. In der Summe reichte aber ihre Kraft nicht aus", fand der SGL-Coach. Seiner Ansicht nach hat Langenhagen ein ähnliches Niveau wie die SGL, doch die Gastgeberinnen produzierten insgesamt einfach weniger Fehler. Besonders enttäuschend aus Langenfelder Sicht: Für Langenhagen (sieben Punkte) war das 3:1 am 18. Spieltag der erste Saisonsieg überhaupt.

Die Gäste starteten sehr schlecht - 1:7. Anschließend kämpften sie sich durch die starken Aufschläge von Silke Althaus und Svenja Tillmann heran (8:10, 14:17). Obwohl dann nicht mehr viel passierte (17:25), war die nötige Einstellung bei der SGL klar erkennbar. Das galt auch für den zweiten Abschnitt, in dem das 7:2 eine ordentliche Basis für den Satz-Ausgleich war (26:24) Durch viele gut platzierte Bälle entschied Langenhagen den dritten Durchgang zu seinen Gunsten (22:25), ehe die unter einem enormen Kraftverlust leidenden Langenfelderinnen auch den letzten Satz verloren (18:22, 21:23, 23:25).

Am Sonntag (16 Uhr, Halle Hinter den Gärten) trifft die SGL auf den Fünften VC Allbau Essen, der als klarer Favorit gilt und bereits in der Hinrunde bei der 0:3-Niederlage eine Nummer zu groß war. Sollte das diesmal wieder der Fall sein, stünde der Abstieg der SGL danach auch rechnerisch und damit endgültig fest. Im Grunde ist er jedoch längst beschlossene Sache.

SG Langenfeld: Steinacker, Althaus, Kiss, Dechow, Braun, Agethen, Tillmann, Eisler, Nahrstedt, Dietzsch, Brauns, Christ.

(fas)