Langenfeld: Reparaturcafé eröffnet im Gemeindehaus

Langenfeld : Reparaturcafé eröffnet im Gemeindehaus

Ab dem 8. September wird an jedem zweiten Montag an der Stettiner Straße fleißig gefrickelt.

Langenfeld Sogar die Plätzchen auf dem Tisch des Evangelischen Gemeindezentrums an der Stettiner Straße haben die Form von Bohrmaschine, Säge oder Schraubschlüssel. So ist unübersehbar: Schon bald wird hier fleißig herumgefrickelt werden. "Was in den Niederlanden schon längst gang und gäbe ist, soll nun auch in Langenfeld funktionieren", sagt Arnold Köppen und stellt das von ihm initiierte Reparaturcafé vor. "Fix & Fertig" lautet sein origineller Name. Cafébesucher können ihre alten Geräte hierhin mitbringen, um sie gemeinsam mit Experten zu reparieren.

Unterstützt wird Köppen von Frank Klarmann. "Wir hoffen auf regen Zulauf - und dass sich die Aktion schnell herumspricht", sagt der Projektmanager. Etwa 15 Fachleute, die regelmäßig im Café helfen, haben Klarmann und Köppen schon gewonnen. Weitere Bastler werden gesucht. Sie sollen ehrenamtlich handliche Geräte wieder auf Vordermann bringen.

Girman Graf ist einer von ihnen und kennt sich gut mit alten Nähmaschinen aus. Die Bandbreite des Expertenwissens ist groß, und so gibt es neben Elektrikern, Mechanikern und Ingenieuren auch "Textilerinnen" wie Ursula Krien. "Wir wollen den Menschen im Sinne der ,Hilfe zur Selbsthilfe' unser Wissen vermitteln, so dass sie die Dinge beim nächsten Mal vielleicht selber reparieren können", erklärt sie das Konzept. Lediglich Reparaturteile, falls diese anfallen, seien vom Besitzer selbst zu besorgen.

Geräte und Kleidungsstücke zu einem "zweiten Leben" verhelfen, auch dieser Recycling-Gedanke steht hinter dem Reparaturcafé. "Eine Garantie auf die Reparatur geben wir allerdings nicht", sagt Klarmann. Das Café hat alle 14 Tage montags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Damit es auch gesellig wird, servieren die Ehrenamtlerinnen Petra Hofmann und Renate Halmai Leckereien und Getränken. Am 8. September geht es los.

Alles werden die Café-Experten indes nicht annehmen. "Jegliche von Menschen tragbare Gegenstände", so lautet die Bedingung. Bei diesen wollen sich die Fachleute dann aber die größte Mühe geben, um sie wieder auf Trab zu bringen. Geplant sind auch Seminare rund um das Thema Reparaturhilfe.

Weitere Auskünfte gibt Frank Klarmann, Telefon 02173 969700.

(RP)
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