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Corona in Krefeld: Schulleiter begrüßen Maskenpflicht

Corona in Krefeld : Schulleiter begrüßen Maskenpflicht

Als „notwendiges Übel“ mit besonderen Herausforderungen sehen Schulleiter die Maskenpflicht an Schulen. Es gibt viele Detailprobleme – bis hin zu dem Hinweis, dass regelmäßiges Trinken möglich sein müsse.

Die Krefelder Schulleiter der weiterführenden Schulen befürworten die von der Landesregierung festgelegte Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz auch während des Unterrichts zu tragen. Dies ergab eine Kurzumfrage unserer Redaktion.

Für Anja Rinnen vom Gymnasium am Stadtpark ist die Maskenpflicht „nötig und sinnvoll“, aber auch sie spricht von einer Herausforderung. „Grundsätzlich sind wir alle froh, dass es Präsenzunterricht geben wird. Das ist richtig und wichtig für alle Beteiligten.“ Bis zum Schulstart ist nun noch einiges zu tun. „Wir haben gestern erst unseren Erlass bekommen und beginnen jetzt, die konkrete Umsetzung vorzubereiten.“ Da die Abstandsregel während des Unterrichts entfällt, können die Klassenräume wieder mit der Bestuhlung in  Klassenstärke eingerichtet werden. Rinnen  wird sich bei der Stadt informieren, „welche Bedingungen wir erfüllen müssen, damit wir unsere Caféteria und die Mensa öffnen dürfen“, da nicht klassenweise gegessen werden dürfe.

„Ein notwendiges Übel aufgrund der steigenden Infektionszahlen“:  Hans-Jörg Richter, Schulleiter des Hannah-Arendt-Gymnasiums, über die Maskenpflicht. Foto: Schalljo

„Ein notwendiges Übel aufgrund der steigenden Infektionszahlen“ nennt Hans-Jörg Richter die Vorgaben zur Maskenpflicht. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei nicht angenehm für die Schüler, insbesondere bei hohen Temperaturen. Es müsse die Möglichkeit geschaffen werden,  regelmäßig zu trinken. Der Schulleiter des Hannah-Arendt-Gymnasiums hofft, dass nach dem 31. August das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wieder entfallen kann, „insbesondere während des Unterrichts“.

Jörg Geelen von der Erich-Käster-Schule erarbeitet gerade ein Konzept, das am kommenden Montag mit dem Kollegium abgestimmt wird. Er spricht von einer „großen Herausforderung“. Angedacht ist, dass Möglichkeiten gesucht werden, sich draußen aufzuhalten. Die Maskenpflicht gilt jedoch auf dem gesamten Schulgelände und auch beim Sportunterricht, „daher ist überhaupt kein Spielraum da“, erklärt der Schulleiter der Förderschule. Er habe aber bereits vor den Sommerferien eine „große Akzeptanz“ bei den 213 Schülern festgestellt. „Da haben wir es gut hinbekommen“, berichtet er und geht davon aus, dass es seitens der Schüler auch nach Schulbeginn keine Probleme geben werde.

In den Krefelder Schulen wird mit dem Ende der Sommerferien ab Mittwoch, 12. August, wieder Präsenzunterricht stattfinden. „Der Unterricht wird normal laufen“, sagt Schulamtsdirektorin Marita Koblenz-Lüschow. Es gebe allerdings weiterhin Hygienevorschriften und eventuell Einschränkungen im Ablauf. Sie geht davon aus, dass die Dokumentationspflicht zur Sitzordnung im Klassenraum bestehen bleibt, ebenso wie Sonderregelungen für Schul- und Sportunterricht. Was die Einschulungen der Fünftklässler an den weiterführenden Schulen wie auch der Erstklässler angeht, haben die Schulen je nach Standort die Möglichkeit, diese an zwei Tagen, am 13. und 14. August, stattfinden zu lassen. „Die Feiern stehen und fallen dann mit dem Wetter“, erklärt Koblenz-Lüschow.