Korschenbroich: Stadt repariert Schlaglöcher

Korschenbroich: Stadt repariert Schlaglöcher

Bis April werden die Stadtpfleger auf Korschenbroichs Straßen unterwegs sein um Frostschäden zu reparieren. Zuerst werden Stellen ausgebessert, die ein Sicherheitsrisiko für den Verkehr darstellen. Um alle Schäden zu beseitigen, fehlt der Stadt das Geld.

Wie kleine Krater sehen die Schlaglöcher aus, von denen die Decke der Friedrich-Kreutzer-Straße übersäht ist. Peter Dahmen vom Bauhof greift zur Schaufel und taucht sie in einen Hügel von Kaltasphalt, der sich auf der Ladefläche des Lkws auftürmt. Die volle Schüppe trägt er zu einem der rund vier Zentimeter tiefen Schlaglöcher, kippt die Masse hinein und verstreicht sie mit der flachen Seite der Schaufel. Als das Loch dicht ist, kommt Kollege Klaus Danners zum Zuge: Er streut Sand darauf und presst den frischen Asphalt mit einer Art Stampfer aus Metall fest. Derzeit haben die beiden alle Hände voll damit zu tun, im Stadtgebiet Frostschäden zu beseitigen.

200 000 Euro für Straßen

150 000 Euro stehen insgesamt im Haushalt zur Instandhaltung der Straßen zur Verfügung, dazu kommen 50 000, die die Stadtpflege für die Unterhaltung hat. Wie viel Geld er für Frostschäden benötigt, kann Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner noch nicht sagen – es könne ja nochmal eine Kältewelle kommen. "Wir reparieren jetzt, so weit die Haushaltsmittel es zulassen und versuchen, weitere Mittel zu beantragen", sagt er, während Dahmen und Danners sich über das nächste Schlagloch hermachen. Rund zehn Quadratmeter Fläche bessern die beiden an diesem Mittag auf der Friedrich-Kreutzer-Straße aus. "Wir haben heute morgen um sieben Uhr angefangen. Wir waren unter anderem schon an der Zollhausstraße, der Gilleshütte, dem Neersener Weg und dem Bauesweg", erzählt Peter Dahmen.

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Eine Tonne Füllmaterial haben sie dabei, "bis 16 Uhr sind wir noch unterwegs." Ein Straßenkontrolleur hat ihnen eine Liste mit Einsatzorten gegeben. "Er fährt ein bis zweimal wöchentlich Straßen in Korschenbroich ab", sagt Georg Onkelbach, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Stadtpflege. Innerhalb etwa eines Monats habe der Kontrolleur die kompletten 270 Kilometer Strecke gesichtet. Dass Bürger Frostschäden meldeten, komme so gut wie nie vor, ergänzt Herchner. "Ich beauftrage die Stadtpflege damit, die Schäden auszubessern", erklärt er.

Wie viele Schlaglöcher es aktuell in Korschenbroich gibt, weiß Herchner ebenso wenig wie Onkelbach – beide meinen aber, es seien vermutlich doppelt so viele wie im Vorjahr. Wie viele es damals waren, wissen die beiden nicht. "Wir zählen nicht. Wir bessern einfach sofort aus", sagt der Tiefbauamtsleiter. "Irgendwann werden wir die Summe überschlagen", ergänzt Onkelbach. Repariert werden vorrangig Frostschäden, die ein Sicherheitsrisiko darstellen: Schlaglöcher mit mehr als zwei Zentimetern Tiefe etwa, und hochgedrückte Gehwegplatten, bei denen die Kanten drei Zentimeter hoch sind. "Um alle Schäden zu beheben, fehlt das Geld", sagt Herchner. "Notfalls müssen wir Straßen sperren, die eine Gefahr darstellen." Bis April würden die Arbeiten noch dauern,

(RP)
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