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Kreis Kleve: Gründer brauchen gute Ideen

Kreis Kleve : Gründer brauchen gute Ideen

Thema des fünften Gründerradios von Kreis-Wirtschaftsförderung, RP und Antenne ist die Unterstützung von Existenzgründern in spe durch Kreditinstitute. Diese schauen beileibe nicht nur aufs Eigenkapital...

Thema des fünften Gründerradios von Kreis-Wirtschaftsförderung, RP und Antenne ist die Unterstützung von Existenzgründern in spe durch Kreditinstitute. Diese schauen beileibe nicht nur aufs Eigenkapital . . .

Kommt ein Mann zum Kreditinstitut seines Vertrauens, die ein oder andere nette, vielleicht gar skurrile Idee im Aktenköfferchen und sagt: „Ich möchte mich selbstständig machen . . .“ „Solche Leute stehen zwar hin und wieder vor uns“, berichtet Dietmar Eisel, Leiter des Firmenkunden-Centers an der Sparkasse Kleve, „doch sagen wir denen freilich nicht einfach ’Ja, dann mach’ mal – wir geben dir auch Geld’ . . .“

Thema der fünften Sendung des „Kreis Klever Gründerradios“, präsentiert von der Kreis-Wirtschaftsförderung, der RP und Antenne Niederrhein, ist die Unterstützung der Gründer durch Kreditinstitute – und die schauen genau, wer da vor ihnen steht. „Ganz zu Beginn einer Beratung blenden wir den finanziellen Aspekt erst einmal aus“, sagt Eisel.

Im Mittelpunkt stehe nämlich die Idee des Gründers, möglichst mit Alleinstellungsmerkmal. „Dann checken wir ab, welche Chancen der Existenzgründer in Spe mit dieser Idee hat“, fährt Sparkassen-Vorstandsmitglied Wilfried Röth fort. Dazu gebe es – ganz neu – bei der Sparkasse einen eigenen Existenzgründer-Berater, der sich gezielt mit den Aspiranten, ihrem Vorhaben, den Unterlagen, den Zahlen beschäftige, um so abzuwägen, ob die Idee umsetzbar ist oder nicht. Frank Ruffing, Vorstandssprecher bei der Volksbank Kleverland, ergänzt: „Außerdem checken wir in Branchenbriefen anhand des wirtschaftlichen Umfelds ab, ob sich der Gründer mit seinem Vorhaben in ein Haifischbecken begibt oder realistische Aussichten auf Erfolg hat.“

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Grundsätzlich jedoch gingen die Kreditinstitute positiv an das Thema Existenzgründung heran – „wenn wir allerdings deutlich merken, dass das finanzielle Risiko zu hoch oder das Konzept nicht schlüssig ist, raten wir Gründern in Spe auch schon mal von ihrer Idee, sich selbstständig zu machen, ab“, betonen die Vertreter der Banken unisono. Eine aus der Not heraus geborene Fantasie führe schließlich zu nichts und sei kein Ersatz für die Arbeitslosigkeit . . .

Ein Business-Plan

Ein erfolgreicher Gründer müsse vor allem Persönlichkeit, Fachwissen, kaufmännische Eignung, einen schlüssigen Business-Plan sowie mindestens 15 Prozent Eigenkapital mitbringen, fasst Dr. Michael Düpmann von der Volksbank Kleverland die Hauptkriterien zusammen. Es müssten weniger die super-kreativen und -innovativen Ideen sein – sondern es gehe bei cleveren Existenzgründern darum, Lücken in bereits bestehenden Branchen zu entdecken.

So, wie es beispielsweise Lucia Esposito mit Unterstützung der Stadtsparkasse Emmerich-Rees getan hat. Die 40-jährige Marketing-Fachfrau hat vor sechs Jahren zusammen mit dem Maschinenbauer Martin Meenen in Emmerich die erfolgreiche Firma Aquatec GmbH gegründet, deren Schwerpunkt in der Herstellung und dem Vertrieb von Wasserstrahl-Zuschnitten liegt. „Selbstständig zu sein, ist mit sehr viel Arbeit verbunden – wir sind an sechs Tagen in der Woche bis zu 16 Stunden täglich zu Gange, die privaten Bedürfnisse müssen hintenan stehen“, betont Esposito. Nur so könne aus einer Idee Erfolg resultieren . . .

(RP)