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Feuerwehr Kleve dreht Lehrvideo zum Vorgehen bei Kaminbrand

Im SOS-Kinderdorf Materborn : Feuerwehr übt das Vorgehen bei Kaminbränden

Wird ein Kaminbrand festgestellt, sollten immer gleich die Feuerwehr alarmiert und der Schornsteinfeger hinzugezogen werden. Wie man den Brand richtig bekämpft, hat die Feuerwehr nun in einem Lehrvideo festgehalten.

Mit Blaulicht, aber ohne Sirenen haben jüngst 13 Feuerwehrfrauen und -männer der Freiwilligen Feuerwehr Kleve gemeinsam mit Schornsteinfegermeister Peter Schoofs am SOS-Kinderdorf in Materborn ein Lehrvideo zu Kaminbränden gedreht. In einem leerstehenden Einfamilienhaus an der Kuhstraße und auch zum Kinderhilfswerk gehört, gibt es gleich vier Kaminschächte. Das Haus wird in Kürze abgerissen.

„Für uns ein ideales Objekt, um ganz unterschiedliche Szenarien des Kaminbrands nachzustellen“, erklärt Schoofs. „Wir zeigen zum Beispiel, wie sich der Schornstein ausdehnt und Risse bekommt, wenn versucht wird, einen Kaminbrand mit Wasser zu löschen. Leider passiert das immer wieder in Privathaushalten.“ Ein fataler Fehler, denn das Wasser dehnt sich durch die Hitze im Kamin aus und kann den Schornstein zum Platzen bringen. Kaminbrände entstehen durch Ablagerungen im Kaminschacht, die sich entzünden. Gefährliche Flammen schlagen aus, sobald das Reinigungstörchen geöffnet wird. Wird ein Kaminbrand festgestellt, sollten immer gleich die Feuerwehr alarmiert und der Schornsteinfeger hinzugezogen werden.

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Jürgen Buil, zuständig für die Aus- und Fortbildung bei der Klever Feuerwehr, erläutert die Besonderheit des Lehrvideos: „Damit können wir unseren Einsatzkräften zeigen, wie sich der Brand im Inneren des Schornsteins entwickelt und richtig gelöscht wird.“ Bei der Übung wurde daher eine eine Mini-Kamera an einer Kordel den Kaminschacht hinuntergelassen; zwei Drohnen – eine davon mit Temperaturmessfunktion - flogen über das Dach und filmten aus der Luft.

„Wir sind froh, dass wir der Feuerwehr ein Objekt zur Verfügung stellen können“, erklärt Torsten Borgards, Technischer Leiter des SOS-Kinderdorfs Niederrhein. „Eine Renovierung lohnt sich nicht mehr. Vielleicht halten wir demnächst ein paar Hühner auf dem Grundstück oder andere Kleintiere.“ Nun haben aber erstmal die Feuerwehrleute für jede Menge Aufregung bei den Bewohnern des SOS-Kinderdorfs gesorgt.