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Siegfried Materborn setzt auf den Nachwuchs

Fußball : Siegfried Materborn setzt auf die Jugend

Das Team von Spielertrainer Sebastian Eul liegt in der Kreisliga B auf Rang zehn. Der Coach ist aber zuversichtlich, dass er mit seiner Mannschaft noch einen Platz im oberen Tabellendrittel erreichen kann.

Sebastian Eul, der im Sommer als Spielertrainer beim Fußball-B-Kreisligisten Siegfried Materborn die Nachfolge von Ingo Pauls antrat, möchte die Philosophie des Vereins, mit eigenen Jugendlichen eine Mannschaft aufzubauen, fortsetzen. Die Voraussetzungen sind glänzend, da der Klub über eine gute Nachwuchsarbeit verfügt und bei zwei Kunstrasenplätzen beste Trainingsbedingungen bieten kann. Da er das Inklusionsteam bei Siegfried erfolgreich leitete, kam der Kontakt zur Vereinsspitze zustande.

In der abgebrochenen vergangenen Saison landeten die Materborner auf Rang acht. Seinerzeit erzielte Torjäger Lukas Limper 20 Treffer, gefolgt von Miguel Wurring (15), der zum Landesligisten SGE Bedburg-Hau wechselte. Derzeit steht die Mannschaft von Sebastian Eul auf Platz zehn in der Gruppe eins der Kreisliga B. Sie hat in acht Spielen zwölf Punkte gewonnen – bei einem Torverhältnis von 26:10. Und Limper hat bereits wieder elf Treffer markiert.

„Der Start in die Saison ist nicht so gelungen, wie wir ihn uns das vorgestellt hatten. Trotzdem bin ich nicht unzufrieden. Wir müssen uns auch noch aneinander gewöhnen“, sagt Sebastian Eul, der das Projekt mit Jugendlichen aus dem eigenen Nachwuchs zu arbeiten, sehr spannend findet. Der 35-Jährige läuft auch regelmäßig als Innenverteidiger auf und hat bereits zwei Treffer erzielt. Er wird von den Co-Trainern Aref Harb und René Grundmann, der ebenfalls mitspielt, sowie von Siegfried-Urgestein Helmut Jaspers, der eine Art Teammanager darstellt, unterstützt.

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„Das Umfeld und die Gegebenheiten im Verein sind super. Die Mannschaft zieht toll mit. Die Identifikation der Spieler mit dem Klub ist hervorragend. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre ausgelegt. Alle müssen dabei aber Geduld aufbringen“, sagt Eul, dessen Mentalität es ist, länger bei einem Verein zu bleiben. Dies bewies er schon beim 1. FC Bocholt (sieben Jahre) sowie beim SC Bocholt (acht Jahre).

„Die Tendenz, in Materborn weiterzumachen, ist auf jeden Fall vorhanden“, so Eul weiter, der seiner Mannschaft zutraut, im oberen Tabellendrittel mitzumischen. „Ich habe Vertrauen in die Truppe. Wir haben zwei Partien knapp verloren und in anderen Begegnungen nur unglücklich unentschieden gespielt.“ Eul möchte die Mannschaft zusammenhalten. Und er hat in der aktuellen A-Jugend schon einige Kicker mit Potenzial entdeckt.