Niederrhein: Ein Land voller Blütenträume

Niederrhein: Ein Land voller Blütenträume

In zwei Jahren beginnt die Floriade 2012 in der Region Venlo. Das Land NRW beteiligt sich mit einem eigenen Pavillon am Eingang. Der größte Teil der geplanten Neubauten ist bereits für die Zeit nach der Ausstellung vermietet.

Das Land Nordhein-Westfalen und die Niederlande präsentieren sich im Frühjahr 2012 einträchtig nebeneinander im Eingangsbereich der Weltgartenbau-Ausstellung "Floriade" in der Region Venlo. Die Landesregierung hat zugesichert, sich mit einem eigenen Pavillon zu präsentieren. Dafür wird sie 2,5 Millionen Euro locker machen. Kreise, Städte und Gemeinden können sich dort noch mit eigenen Beiträgen beteiligen.

Gute Nachbarschaft

Bestens gelaunt zeigte sich auch deswegen Managing Director Paul Beck auf dem Gelände. "Es wird Frühling", sagte er zweideutig und lächelte. Der Winter hat den Baufortschritt nicht sonderlich hemmen können. Beck ist heilfroh, dass die Kooperation mit dem Land nach längeren Verhandlungen jetzt feststeht. Um die gute Nachbarschaft mit den Niederlanden und die Bedeutung der Ausstellung für die Region zu verdeutlichen, rücken beide gleich am Eingang eng zusammen.

"Die Floriade 2012 ist mehr als nur eine Blumenschau. Sie ist eine Erlebniswelt. Sie präsentiert auch Themen wie Gesundheit oder grüne Energie", verkündete Beck. Die Veranstaltung wird einige hunderttausend Besucher auch aus Übersee anziehen, sie ist wichtig für die gesamten Niederlande – und ebenso für das Nachbarland NRW. "Immerhin kommen zehn Prozent des niederländischen Bruttoinlandprodukts aus dem Gartenbau", erläuterte Project Director Jan Stimac. Auf Impulse am Niederrhein setzt das Landes-Engagement.

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Ehrgeizige Bauprojekte auf dem Gelände unterstreichen das ehrgeizige Vorhaben. Direkt an der Autobahn Venlo-Nijmegen wird ein CO2-neutrales Hochhaus errichtet, in dem das Pressezentrum und der Eingangsbereich eingerichtet werden. Wie die anderen noch zu errichteten Gebäude wird es nach der Weltgartenbauausstellung weiter wirtschaftlich genutzt werden. "Etwa 90 Prozent der Fläche sind vermietet und werden bereits 2012 bezogen", berichtete Stimac.

Das Gelände selber bekommt allmählich seine Profilierung als Ausstellungs- und Erlebnisfläche. Drei riesige Wasserbecken sind bereits weitgehend gefüllt. Sie werden die Wasserversorgung des Geländes während des Betriebs regeln. "In der Planung haben wir das natürliche Gefälle genutzt, das noch von der Steinzeit her geprägt ist", berichtete Stimac. Das Regenwasser fließt so ganz natürlich ab in die drei künstlichen Seen.

Für Kinder wartet die Floriade 2012 mit einem eigens entwickelten Programm ("Floriade Kids") auf. Mit ihm wollen die Macher gezielt an Schulen herantreten und sie über periphere Themen wie beispielsweise gesunde Ernährung aufklären. Es nehmen bereits über 100 Schulen aus NRW und den Niederlanden daran teil, darunter ist auch eine Schule aus Nettetal.

(RP)