Abstiegsgespenst im Nacken

Abstiegsgespenst im Nacken

Im Niederrheinliga-Kreisderby brauchen sowohl derGastgeber SV Straelen als auch der SV Hönnepel/Niedermörmter Punkte für den Klassenerhalt. Jan Kilkens hofft auf mehr Durchschlagskraft im Angriff.

Auf Rosen sind sie zur Zeit nicht gebettet, die Niederrheinligisten SV Straelen und SV Hönnepel/Niedermörmter. Beiden Klubs sitzt das Abstiegsgespenst im Nacken. Das Derby am Sonntag an der Römerstraße könnte somit richtungsweisend sein. Im Falle eines Sieges würde die Truppe von Jan Kilkens den Gegner in der Tabelle überflügeln und den Abstiegsplatz verlassen.

Der niederländische Coach in Diensten des SV Hö./Nie. weiß, dass seine Mannschaft nun allmählich mit dem Punktesammeln beginnen muss. Am Vorsonntag konnte er gegen den VfL Rhede nur mit den zweiten 45 Minuten zufrieden sein, in denen man durchaus noch hätte gewinnen können. "Vor der Pause hatte ich den Eindruck, dass einigen Spielern die Nerven geflattert haben, ansonsten kann ich mir eine solche Leistung nicht erklären", sagt Kilkens, der die mangelnde Chancenverwertung beklagt, "wir spielen nicht schlecht, bekommen den Ball aber nicht über die Linie." So konnte es nicht verwundern, dass ein Rheder Eigentor den Punktgewinn bescherte.

Der Übungsleiter wird einige Umstellungen vornehmen. Fabian Wenten und Florian Witte werden ebenso wie wahrscheinlich Sebastian Ludwik auf der Ersatzbank Platz nehmen. Er baut auf die Routiniers Michael Ahles und Jens Hoffmann im Mittelfeld sowie Uwe Sokolowski im Angriff. Sollte der leicht angeschlagene Andrej Diring ausfallen, würde Hoffmann in die Abwehrkette rücken, Ludwik beim Spielaufbau eine Chance erhalten.

  • Lokalsport : SV Hönnepel-Niedermörmter steht unter Zugzwang

Kilkens weiß, dass in den kommenden Wochen Punkte gesammelt werden müssen: "Es muss Siege geben, mit Unentschieden kommen wir auf Dauer nicht mehr weiter." Im Hinspiel hatte Hö./Nie. mit 1:0 die Nase vorn, Daniel Boldt war in der 20. Minute der Schütze des entscheidenden Tores. Seit diesem 20. September haben die Schwarz-Gelben gerade einmal neun Punkte geholt – wahrlich keine berauschende Bilanz in zehn absolvierten Spielen.

Beim Südkreisvertreter Straelen sieht es aber auch nicht viel besser aus. Nachdem man mit einem 1:0-Sieg in Viersen ins neue Jahr gestartet war, gingen die folgenden Begegnungen in Düsseldorf-West und am Mittwoch in Krefeld-Fischeln verloren. Das Wasser steht dem Team von Holger Gässler somit auch bis zum Hals. Somit ist der SVS, dem es auch an Offensivqualitäten mangelt, ebenfalls zum Siegen verurteilt. Bis auf Danny Thönes haben die Blumenstädter alle Mann an Bord. Die Grün-Gelben wollen gewinnen und sich damit weiter ins Mittelfeld absetzen.

(RP)