Kreis Kleve: Hochschulpläne: Kritik von den Kreis-Grünen

Kreis Kleve: Hochschulpläne: Kritik von den Kreis-Grünen

Es glimmert und glitzert in dunkler Nacht. Auf dem Wasser spiegeln sich sanft die Laternen, weiche Lichtbänder ziehen Linien in die Dunkelheit: Das Beleuchtungskonzept für die Hochschule Rhein-Waal zeigt den Campus bei Nacht. Bei Tag und real sieht das ganze derzeit aber noch ziemlich profan aus:

Sandberge türmen sich, Bagger fahren hin und her und über all das wacht blau verkleidet der Speicher. Damit der Kreistag ein Bild von der künftigen Hochschule im Kreis mit Standort Kleve bekommt, stellte Zandra Boxnick von der Zentralen Verwaltung des Kreises Kleve das Jahrhundertwerk der Kreis Klever Politik vor — dabei auch das künftige Nachtbild. Boxnick betreut zusammen mit dem Leitenden Kreisverwaltungsdirektor Wilfried Suerick federführend den Hochschulbau.

Insgesamt sollen 48 000 Quadratmeter umbauter Raum geschaffen werden, die schon 2012 bezogen werden sollen. Die Gebäude der Fachbereiche sind alle 19 Meter breit und zwischen 26 und 58 Metern lang. "Alle Bauten werden nicht unterkellert, sie bekommen eine Pfahlgründung und die Energiezentrale liegt zentral im Campus-Forum", erläutert Boxnick. Dazu werden 500 Stellplätze geschaffen, dazu 260 im offenen Parkraum. Die Mensa wird eingeschossig und bietet 300 Gästen gleichzeitig Platz. Es wird ein Bistro und zwei kleine Seminarräume geben, eine Dachterrasse. "Mit sehr schönem Blick auf Burg und Stadt", sagt Boxnick. Man konnte die Vorfreude hören. Die Gebäude werden alle eine vorgehängte Alufassade bekommen, eine vier Meter breite und 28 Meter lange Fußgängerbrücke wird die beiden Hafenseiten miteinander verbinden, Lichtstelen und Sitzbänke ergänzen das aufwändig gestaltete Außengelände.

In der Diskussion bemängelte Roland Katzy, Fraktionschef der Kreis-SPD, dass nur eine Brücke gebaut werden soll, wo doch ursprünglich zwei vorgesehen waren. Suerick erklärte, dass die zweite Brücke den Kosten geopfert wurde: "Die Sekundärkosten addierten sich auf 19 Millionen Euro, das Land hat uns aber nur 16 Millionen Euro zur Verfügung gestellt", so der Kreisverwaltungsdirektor.

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Thomas Velten (Grüne) gefällt wiederum die moderne Bauweise mit Flachdächern nicht. Hier konterte Suerick, dass man an den Wettbewerb gebunden sei, der nun mal keine Satteldächer zuließ. Velten kritisierte auch, dass die Kommunalpolitiker keinen Einfluss auf die Planung haben, wie weiland beim Bau von Schloss Moyland. Suerick: Die Hochschule war ein Architekturwettbewerb, Moyland nicht. Zudem wird die Hochschule von der Kreis Klever Bauverwaltungsgesellschaft gebaut, die es zu Moylands Zeiten noch nicht gab. Ironie der Geschichte: Velten verwies auf die gute Arbeit der Bauausschuss-Politiker für Moyland, faktisch war es der Bau, der Moyland heftige Kritik einbrachte.

Internet Weitere Informationen und Berichte unter www.rp-online.de/kleve

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der Bau der Hochschule Rhein-Waal - ein Millionenprojekt bis 2012

(RP)