Weeze: "Dr. Kimble", das Kaninchen im Petrusheim

Weeze: "Dr. Kimble", das Kaninchen im Petrusheim

Eine Spende vom Weezer Tierpark gibt den Bewohnern eine neue Aufgabe. Ein Blick auf den Alltag.

Er macht seinem Namen alle Ehre. "Kimble" heißt eines der Kaninchen, die beim Petrusheim in Weeze eine neue Bleibe gefunden haben. Gespendet wurden sie vom Weezer Tierpark. "Nach der Fernsehserie ,Dr. Kimble auf der Flucht'", sagt Dirk Minakowski, woher der Name eines der sehr umtriebigen Deutschen Riesen stammt. Minakowski kümmert sich abends um die drei Neuzugänge.

Im Rahmen des Sommerfestes fand die feierliche Einweihung des neuen Geheges der drei Nager statt. Pfarrer Klaus Martin Niesmann sprach davon, dass Menschen Säulen im Leben brauchen, die ihnen Halt geben. Das können Menschen sein. "Was auch Kraft geben kann, ohne Frage, ist die Kreatur", schlug Niesmann den Bogen zu den drei Kaninchen. "Jetzt geht es darum, dass die Bewohner 365 Tage im Jahr die artgerechte Haltung bewerkstelligen", sagt Dieter Paeßens. Er ist Bereichsleiter der Wohnungslosenhilfe. Der Tagesplan, wer was an Arbeiten übernimmt, der steht schon. Tipps um die richtige Kaninchenhaltung gibt es von Christiane Handels. Sie ist die Koordinatorin des Kaninchenprojekts.

Morgens kümmert sich Sandra Arzten um das Wohl der Tiere. Sie ist seit einem halben Jahr im Petrusheim. "Der Große ist Klopfer, der ander Blacky", zählt sie die anderen Namen der tierischen Mitbewohner auf. "Blacky ist nicht dein Ernst", kontert Dirk Minakowski. Er weiß übrigens genau, wie er Ausbrecherkaninchen Kimble abends wieder in den Stall bekommt: mit Knäckebrot. "Die sind da so geck drauf", sagt er. Wer nicht mehr mithelfen kann, die Tiere zu versorgen, der darf ihre Gegenwart genießen. "Die Bewohner des Altenheims können bei schönem Wetter stundenlang hier sitzen", sagt Minakowski. Weg und Pflasterfläche wurde von Bewohnern des Petrusheimes hergerichtet.

(RP)