Stadt Kempen: WLAN-Ausbau an Schulen bis zum Sommer

Stadt Kempen: WLAN-Ausbau an Schulen bis zum Sommer

Die weiterführenden Schulen werden voraussichtlich erst im kommenden Schuljahr auf die neue Technik zurückgreifen können. Brandschutzarbeiten für Schulen stehen an.

Ausführlich wurden jetzt die Haushaltsansätze in der Sitzung des Kempener Schulausschusses diskutiert. Viele Nachfragen und Anmerkungen hatte Günter Solecki (Linke). Dies ging von den Kosten für die Schülerbeförderung über seiner Meinung nach ungerechtfertigten Elternbeiträgen bis hin zu der Forderung nach einer eigenen Gesamtschule für St. Hubert.

Schuldezernent Michael Klee verwies dabei darauf, dass zum Beispiel die Kosten für die Schülerbeförderung den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Bei Elternbeiträgen handelt es sich vor allem um Beträge für die Teilnahme am offenen Ganztagsangebot in den Schulen, auch diese folgen gesetzlichen Richtlinien. Manche Frage erklärte sich durch die Einführung der Budgetierung von Fachbereichen. Diese ermöglicht es, Aufgaben zusammenzufassen, ohne dass umständliches Hin- und Her-Buchen nötig ist.

Gleich zu Beginn der Sitzung berichtete Klee in seinen Mitteilungen, dass im Schulverwaltungsamt zurzeit drei besonders wichtige Aufgaben anliegen. Dies ist einmal die Schulsanierung, vor allem die anstehenden Arbeiten zum Brandschutz in den Schulgebäuden. Dazu gehört auch, nach Lösungen für den wachsenden Raumbedarf in den weiterführenden Schulen zu suchen. Beim WLAN-Ausbau in den weiterführenden Schulen kommt es zu weiteren Verzögerungen. Eigentlich sollte das Projekt längst abgeschlossen sein. Nun sorgt der hoher Krankenstand bei der beauftragten Fachfirma für weiteren Zeitverzug. Wie Dezernent Klee erklärte, wird WLAN in den Schulgebäuden voraussichtlich zum kommenden Schuljahr überall zur Verfügung stehen.

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Ebenso steht die Diskussion über pädagogische Weiterentwicklung an. Nach den Osterferien soll es dazu Gespräche mit den Schulleitern geben. Dabei gilt es unter anderem zu klären, ob die weiterführenden Schulen künftig in ihrer Gesamtheit als "Schulcampus Kempen" geführt werden oder weiterhin nach den Schulformen getrennt.

Auf Anfrage von Detlef Krahé (SPD) bestätigte Dezernent Klee, dass die Wiedereinführung von G 9 an den beiden Gymnasien für einen größeren Raumbedarf an den Schulen sorgt. Dem Denkmodell von Klee, unter Umständen einen naturwissenschaftlichen Neubau für alle Schulen im Zentrum des Campus zu errichten, erteilte die Schulleiterin vom Thomaeum, Agnes Regh, eine Absage. Es sei nicht machbar, die Stundenpläne unterschiedlicher Schulen so zu koordinieren, dass man die Nutzung inklusive Vor- und Nachbereitung des Unterrichts entsprechend planen könne.

Der Ausschuss entschied außerdem, die Verwaltung des Forums in St. Hubert künftig in die Verantwortung des Kulturamtes zu übertragen. Denn hier finden kaum noch schulische, sondern überwiegend kulturelle Veranstaltungen statt. Die Zweifachturnhalle in St. Hubert wird wegen baulicher Mängel kaum mehr für den Sport genutzt. Sie kann künftig nur mit Sondergenehmigung für den Sportunterricht geöffnet werden.

(sr)