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Stadt Kempen: Werbering Kempen: Mit 20 neuen Mitgliedern auf Erfolgskurs

Stadt Kempen : Werbering Kempen: Mit 20 neuen Mitgliedern auf Erfolgskurs

Die Händlergemeinschaft hat in den vergangenen Monaten an Potenzial zugelegt. Für einige leer stehende Ladenlokale zeichnet sich eine Lösung ab.

Dem Wehklagen vieler Kollegen in der Region über zu wenig Engagement von Einzelhändlern in der örtlichen Interessengemeinschaft will sich der im April dieses Jahres neu gewählte Vorstand des Kempener Werberings nicht anschließen. Im Gegenteil: "Wir haben inzwischen 20 neue Mitglieder, was einem Zuwachs um 16 Prozent entspricht", erklärt Werbering-Geschäftsführer Fred Klaas im Gespräch mit der Rheinischen Post. Der Kempener Werbering bringt es damit aktuell auf beachtliche 162 Mitgliedsfirmen, 102 so genannte Voll-Mitglieder und 60 Fördermitglieder. Diese Entwicklung sieht auch der seit April neu amtierende Vorsitzende der Kempener Händlergemeinschaft, Armin Horst, sehr positiv. "Wir sind nach wie vor auf einem guten Weg, den Einzelhandelsstandort Kempen zu stabilisieren. Schön ist, dass dabei so viele an einem Strang ziehen", sagt Horst.

Das sei auch deshalb wichtig, weil sich Kempen als Handelsstandort mit den Vorteilen der historischen Altstadt bereits auf einem hohen Niveau befindet. Das könne nur durch weiterhin konsequente und gemeinsam getragene Aktivitäten gesichert werden, so Horst und Klaas.

Eine positive Entwicklung zeichnet sich wohl auch bei den leer stehenden Ladenlokalen ab. Zumindest für den unteren Teil der Ellenstraße, wo seit mehreren Monaten eine Geschäftspassage und mehrere benachbarte Läden unbesetzt sind, ist bald eine neue Nutzung möglich.

Das Projekt, das der Kempener Künstler Wilhelm-Josef "WiJo" Heinen zum Altstadtfest im Mai in einem leeren Ladenlokal an der Ellenstraße gestartet hatte, nämlich Kunstwerke zu präsentieren, könnte ab Anfang September auf weitere Läden ausgeweitet werden. Nach Informationen von Werberingchef Armin Horst haben sich auf Heinens Initiative hin weitere Künstler gefunden, die mit den Vermietern der Geschäftsflächen bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen haben. Die untere Ellenstraße könnte zur besonderen Kunstmeile werden, wenn verschiedene Künstler in die Läden einziehen und dort nicht nur ihre Werke ausstellen, sondern dort auch ihre Atelierarbeit zeigen. "Das könnte vor allem neue an Kunst interessierte Besucher aus der Region nach Kempen locken. Davon würden dann sicherlich auch der Handel und die Gastronomie profitieren", meint Horst.

Die aktuelle Diskussion um die Mautpflicht für deutsche Straßen sieht Armin Horst mit Sorge. Auch nach Kempen kommen viele Niederländer, und das nicht nur zu den Stadtfesten. Sie reisen mit dem eigenen Auto an. "Wenn die Mautpflicht kommt, bleiben die möglicherweise erst einmal weg", befürchtet Horst. Er ist deshalb gegen eine generelle Mautpflicht für alle Straßen, weil das allen Kommunen in der Grenzregion, zu der auch Kempen zählt, schaden würde. Gegen eine Mautpflicht für Autobahnen hat er nichts einzuwenden. "Die Niederländer kommen auch gut über Bundes- oder Landstraßen zu uns. Hauptsache: Sie kommen weiterhin so zahlreich", meint Horst.

(RP)