Stadt Kempen: Schüler können Mini-Orgel bauen

Stadt Kempen: Schüler können Mini-Orgel bauen

Projekt "Orgelkids" erstmals an allen Kempener Grundschulen. Auch die Liebfrauenschule macht mit.

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wird nun das Projekt "Orgelkids" in Kempen fortgesetzt. In diesem Jahr sind erstmals alle fünf Grundschulen aus dem Stadtgebiet und die Liebfrauenschule in Mülhausen mit von der Partie.

Bereits im vergangenen Jahr hatten zahlreiche Kempener Schüler im Musikunterricht ein Musikinstrument gebaut: In einer Schulstunde entstand unter Anleitung der Kempener Organistin Ute Gremmel-Geuchen eine kleine Orgel mit Pfeifen, Tasten, Blasebalg. Am Ende war das Instrument voll funktionstüchtig und konnte gespielt werden.

Vom heutigen Freitag, 9. März, an sind die vier Kempener Organisten mit dem Projekt "Orgelkids" zwei Wochen lang an den Grundschulen und der Liebfrauenschule on tour. Stefanie Hollinger, Ute Gremmel-Geuchen, Christian Gössel und Stefan Thomas werden mit einer hölzernen Kiste, die die kompletten Einzelteile der kleinen Orgel enthält, von Schule zu Schule und Klasse zu Klasse ziehen. Sie wollen den Schülern beim Bau der kleinen Orgel die Funktionsweise dieses größten aller Musikinstrumente vermitteln und ihre eigene Begeisterung für die Orgel weitergeben.

"Zu dem Projekt, das in den Niederlanden entwickelt wurde, gehört nach dem Orgelbauen stets auch die Besichtigung einer echten großen Kirchenorgel", erklärt Ute Gremmel-Geuchen. Das bedeutet, dass die Schulklassen sich demnächst auch in der St. Huberter Pfarrkirche St. Hubertus, in der evangelischen Thomaskirche oder in der Propstei- und in der Paterskirche in Kempen einfinden werden. "Dort wird dann nicht mehr die Funktionsweise, sondern das Wichtigste bei der Musik, der Klang des Instruments im Vordergrund stehen", so Ute Gremmel-Geuchen.

Die kleine Selbstbauorgel wird für das Projekt bei der Orgelbauwerkstatt Verschueren in der Nähe von Roermond ausgeliehen. Die Leihgebühren sind mit einem Euro pro Schüler moderat und die Kempener Organisten unterstützen das Projekt ehrenamtlich. Für die Steigerung der Popularität ihres Instrumentes ist ihnen nichts zu viel. Und wer weiß, vielleicht möchte ja im Anschluss der ein oder andere Schüler sogar Orgel spielen lernen.

(RP)