Stadt Kempen: Gemeinden: Wir-Gefühl wächst

Stadt Kempen: Gemeinden: Wir-Gefühl wächst

Zufriedenheit bei Besuchern und Veranstaltern. Das war das Fazit der ersten Geistlichen Woche der fusionierten Pfarre St. Mariä Geburt in Kempen. Die Veranstaltungsreihe setzte ein Zeichen des Zusammenwachsens.

Eine Woche lang fanden in allen drei Gotteshäusern Christ-König im Hagelkreuz, St. Josef in Kamperlings und St. Marien insgesamt 28 Gottesdienste und Veranstaltungen statt. "Wenn das Licht wächst und die Schatten kürzer werden" hatte der Vorbereitungskreis als Motto der Geistlichen Woche gewählt – nicht nur angesichts des Frühlings, sondern auch als deutliches Zeichen, als Gemeinde zusammenwachsen zu wollen. Das scheint gelungen zu sein.

Die Angebote waren durchweg gut besucht, vor allem die täglichen Bibelgespräche mit Pfarrer Dr. Wilhelm Bruners kamen gut an. Auch wenn Berufstätige bedauerten, dass der Beginn bereits um 18 Uhr für sie ungünstig lag, kamen doch durchschnittlich zwischen 45 und sechzig Besucher, berichtet Propst Dr. Thomas Eicker.

Tägliche Gottesdienste

"Wie ein roter Faden haben sich die Gespräche durch die Woche gezogen", erklärt Doerte Schäfer vom Vorbereitungsteam. Jürgen Giebels, ebenfalls einer der Organisatoren, freut sich, dass diese Abende vor allem bei älteren Gemeindemitgliedern gute Resonanz fanden. Insgesamt gab es "viele tolle Angebote" freut sich Schäfer. Und Propst Eicker bestätigt: "Das war die ganze Bandbreite geistlichen Lebens." Natürlich hätten die großen Aktionen wie das Frühlingssingen oder das Kabarett ihren Reiz gehabt, aber auch die täglichen Gottesdienste waren gut besucht.

Gestärkt habe die Woche das "Wir-Gefühl" in der Pfarre, sind sich alle drei einig. Das beweisen übrigens auch viele Kommentare, die nach dem Abschlussgottesdienst am Sonntag zu hören waren. "Wir sind drei Gemeinden, die zusammen rücken", drückt das Propst Eicker aus. Das bestätigen Giebels und Schäfer. Beide betonen die gute Zusammenarbeit im Vorbereitungsteam. "Das war eine konstruktive, schöne Atmosphäre." Schnell habe jeder die Aufgaben übernommen, die ihm am besten liegen. Man habe gemerkt, dass alle an einem Strang ziehen, freut sich Eicker.

Bewusst wurde im Programm der jeweilige Ort in Klammern hinter den Titel der Veranstaltung gesetzt. "Die Leute sollten sich für das Thema interessieren, nicht danach sehen, wo etwas stattfindet", erklärt Doerte Schäfer. Jürgen Giebels fand die Ausgewogenheit der Veranstaltungsorte ebenfalls sehr gut. Wiederholenswert, sind sich alle drei einig. Aber nicht jedes Jahr, schließlich soll sich die Idee nicht abnutzen. Außerdem steckt dahinter ein gewaltiger Organisationsaufwand. "Ich musste da schon manchmal bremsen", sagt Eicker. Auch wenn der Termin in diesem Jahr mitten in der Fastenzeit gut gewählt war, kann sich Jürgen Giebels vorstellen, in der Adventszeit eine Geistliche Woche anzubieten. Frage des Tages

(RP)