Stadt Kempen: Marihuana-Prozess: Das Ende ist in Sicht

Stadt Kempen: Marihuana-Prozess: Das Ende ist in Sicht

Im Prozess gegen vier Männer und eine Frau, die wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz seit November 2009 auf der Anklagebank des Krefelder Landgerichts sitzen, machten zwei der Beschuldigten gestern ergänzende Angaben. Drei der Angeklagten – Franciskus B., Hendricus H. und Pasqualle M. – wird vorgeworfen, in zwei Lagerhallen in Kempen und in Brüggen erhebliche Mengen Marihuana angebaut zu haben. Die beiden anderen Beschuldigten sollen die entsprechenden Gebäude angemietet haben.

M. gab an, dass er auf den Plantagen unterschiedlich häufig eingesetzt wurde. Ein bis zwei Mal pro Woche habe er in Kempen und Brüggen "Drecksarbeit" verrichtet. Unter anderem sei er beauftragt worden, die Container, in denen sich die Marihuana-Pflanzen befanden, zu reinigen. In der ganzen Zeit – von der Errichtung (etwa Frühjahr 2008) bis zur Entdeckung der Plantagen im April 2009 – habe er 3000 bis 3500 Euro erhalten. Dieses Geld verwendete er, nach eigenen Angaben, zum Beispiel zur Tilgung seiner Schulden. H. erklärte, sich an viele Details nicht mehr zu erinnern. Sein Lohn – 15 Euro pro Stunde – sei ihm ein Mal im Monat ausgezahlt worden. Insgesamt habe er in der gesamten Zeit seiner Tätigkeit in den Hallen 2000 bis 3000 Euro erhalten. Er ergänzte, dass ihm von seinem, nicht näher bezeichneten Auftraggeber befohlen worden sei, seine "Schnauze" zu halten.

Die Verhandlung wird morgen fortgesetzt. Am Freitag könnte das Urteil verkündet werden.

(RP)