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Kommentar: Für die Stadt ein Armutszeugnis

Kommentar : Für die Stadt ein Armutszeugnis

Der Landrat hat in den vergangenen Monaten sehr viel Geduld bewiesen, hat den Kempener Politikern jede Menge Zeit für ihre Entscheidung eingeräumt. Landrat Andreas Coenen (CDU) würde die Kempener Burg gerne in die Hände der Stadt geben, damit das Wahrzeichen von den Kempenern selbst einer neuen sinnvollen Nutzung zugeführt werden kann, wenn das Kreisarchiv Anfang 2021 aus dem Gebäude ausgezogen ist. Coenens Parteifreund Rübo hatte die gute Idee, die Burg stärker für die Bürger zu öffnen - dort mit Standesamt und Gastronomie attraktive Einrichtungen zu etablieren. Der Landrat versprach, mit einer Niederlassung der Kreisvolkshochschule für einen sicheren Ankermieter zu sorgen.

Aus diesem Plan wird nun nichts, wenn der Stadtrat dem Vorschlag des Bürgermeisters folgt - wovon angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat auszugehen ist. Für die Stadt Kempen ist es eigentlich ein Armutszeugnis, wenn sie - auch angesichts vieler anderer Projekte, die die Stadtverwaltung in nächster Zukunft stemmen muss - die Verantwortung für die Burg nicht übernehmen will. Schade! rei

(RP)