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Gruiten: Kindergarten wird gebaut

Gruiten : Kindergarten wird gebaut

In der kommenden Woche stimmt die Projektbau Düsselthal die Pläne mit dem Landesjugendamt ab. Danach soll der Bauantrag eingereicht werden. Unklar bleibt, ob die neue Einrichtung zum 1. August 2013 fertig sein wird.

"Wir sind guter Hoffnung, dass wir einen dreigruppigen Kindergarten hinkriegen." Hans-Willi Berkenbusch, Geschäftsführer der Projektbau Düsselthal, die das Baugebiet Hasenhaus entwickelt, stand in einer Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstagabend Rede und Antwort.

 Auf dem Brachgelände zwischen Wohnhäusern, Düsseltalstraße und Lärmschutzwand soll ein dreigruppiger Kindergarten entstehen. Der Politikerwunsch, eine viergruppige Einrichtung, lässt sich dort nicht verwirklichen.
Auf dem Brachgelände zwischen Wohnhäusern, Düsseltalstraße und Lärmschutzwand soll ein dreigruppiger Kindergarten entstehen. Der Politikerwunsch, eine viergruppige Einrichtung, lässt sich dort nicht verwirklichen. Foto: Olaf Staschik

Ob es gelingen wird, die neue Einrichtung noch rechtzeitig zum Kindergartenjahr 2013/14 fertigzustellen, ließ Berkenbusch unter Hinweis auf die Hochkonjunktur in der Baubranche offen. In der kommenden Woche sollen die Planentwürfe mit dem Landesjugendamt abgestimmt werden. Danach werde der Bauträger wahrscheinlich gleich einen Bauantrag und nicht erst eine Voranfrage einreichen, sagte Berkenbusch.

Die neue Kita soll auf dem Gelände gleich rechts an der Zufahrt vom Kreisverkehr zur Düsseltalstraße hinter der Lärmschutzwand errichtet werden. Das Grundstück ist im Bebauungsplan als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen, in dem grundsätzlich Kindergärten zulässig sind, informierte Ingrid Barenthien, Leiterin des Bauaufsichtsamtes.

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Das Areal sei aber zu klein für eine viergruppige Einrichtung, sagte Berkenbusch. Die Bauaufsicht muss auf jeden Fall prüfen, ob mit dem Vorhaben negative Auswirkungen auf die Nachbarschaft verbunden und wenn ja, ob diese unzumutbar sind. Fest steht: Der geplante Neubau ist etwas größer als die bislang eingetragenen Baugrenzen. Den Standort fand Barenthien "ideal, weil der gesamte Verkehr aus dem Baugebiet herausgehalten wird". Die Nachbarn würden in jedem Falle angehört.

Architekt Wolfgang Wahle überlegt, den Neubau in Holzrahmenbauweise zu errichten. Das würde die Bauzeit verkürzen, sagte Berkenbusch. Die Planer denken aber weiter: Sollte einmal der Kindergarten überflüssig werden, könnte vielleicht eine Senioren-Wohngemeinschaft dort einziehen oder die Einrichtung zu Wohnungen umgebaut werden.

Bürgermeister Knut vom Bovert stellte klar, dass für die Projektbau Düsselthal, die für den entstehenden Kindergartenbedarf vor Jahren schon eine Ablöse gezahlt hat, eigentlich keine Verpflichtung bestehe, sich für eine Kita zu engagieren. Das räumte auch Berkenbusch ein, der im Gegenzug Baumöglichkeiten für weitere Häuser erhofft. Die Stadt hat inzwischen potentielle Träger angesprochen. Bislang haben zwei Interesse bekundet, eine dritte Meldung werde erwartet, sagte Jugenddezernentin Dagmar Formella.

Für weitere Verhandlungen müssten Zahlen — etwa zu den Betriebskosten — klar sein. Fest stehe schon jetzt, dass die Stadt tiefer in die Tasche greifen müsse, wenn sie die U3-Betreuung ausbauen wolle. Sie hoffte, im Herbst genügend Fakten zu haben, um Eltern klare Orientierungsdaten für 2013 geben zu können.

(RP/rl)