Mindestlohn in Mettmann: Gewerkschaft fordert mehr Kontrollen

Mindestlohn in Mettmann : Gewerkschaft fordert mehr Kontrollen

Im Kreis Mettmann gibt es weiterhin Unternehmen, die ihren Beschäftigten weniger als die gesetzlich vorgeschriebenen 8,84 Euro pro Stunde zahlen. Davon geht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aus.

Die NGG Düsseldorf-Wuppertal bezieht sich dabei auf eine Bilanz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim zuständigen Hauptzollamt Düsseldorf. In dessen Bereich leiteten die Beamten im vergangenen Jahr insgesamt 90 Ermittlungsverfahren gegen Arbeitgeber ein, die gegen das Mindestlohngesetz verstoßen haben.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft liege die Dunkelziffer deutlich höher. "Es kann nicht sein, dass im dritten Jahr nach seiner Einführung noch immer viele unterhalb des gesetzlichen Minimums verdienen", kritisiert Regionalchef Torsten Gebehart. Er beklagt zugleich eine mangelnde Kontrolldichte beim Zoll. Dies zeige der Blick auf das Gastgewerbe: "2017 wurden im gesamten Bereich des Düsseldorfer Zolls 114 Betriebe der Branche geprüft. Allein im Kreis Mettmann gibt es nach Angaben der Arbeitsagentur jedoch 724 Hotels, Gaststätten und Restaurants", führt Gebehart aus.

(arue)