Haan: Stadt-Sparkasse erzielt erneut ein gutes Ergebnis

Haan: Stadt-Sparkasse erzielt erneut ein gutes Ergebnis

Der Gewinn stieg im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 682.000 Euro. 60 Bewerber für Vorstandsposten.

Die Stadt-Sparkasse Haan ist eine der kleinsten Sparkassen im Rheinland - aber deshalb auch überdurchschnittlich erfolgreich. Die 110 Mitarbeiter verstehen es, ihre 25.000 (meist wohlhabenden) Kunden kompetent zu beraten und persönlich zu betreuen. Und die machen gerne Geschäfte mit der Stadt-Sparkasse, die dadurch gut verdient. Das kann Vorstandsvorsitzender Udo Vierdag auch mit einigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 eindrucksvoll belegen. 29,5 Millionen Euro gab das kommunale Kreditinstitut 2017 neu an Baukrediten heraus, rund zehn Prozent an Neukunden. Die Makler haben Immobilien im Wert von sieben Millionen Euro vermittelt. "Das bedeutet eine Steigerung um 20 Prozent", sagt Vierdag: "Wir sind der Top-Immobilien-Makler vor Ort - mit 1000 Interessenten in der Kartei." Beim Absatz von Bausparverträgen zählt die Stadtsparkasse Haan zu den Top-3-Sparkassen im Rheinland.

Die Bank hat im vergangenen Jahr Kredite für 29,4 Millionen Euro an mittelständische Unternehmen neu vergeben. Hinzu kamen 12 Millionen Euro (Vorjahr: sieben Millionen) öffentliche Fördermittel. "Das ist attraktiv für unsere Kunden", weiß der Sparkassen-Chef: "Bei unseren Mittelstandskrediten liegt der Anteil öffentlicher Fördermittel bei über 30 Prozent. Das ist dreimal höher als im Durchschnitt bei anderen Banken." Das wissen offenbar auch die Unternehmen zu schätzen. 57 wurden im vergangenen Jahr Neukunden der Stadtsparkasse Haan. 682.000 Euro Gewinn hat die Bank im vergangenen Jahr erwirtschaftet, fünf Prozent mehr als 2016 (651.000 Euro). Davon wird Bürgermeisterin Bettina Warnecke vermutlich wieder keine Ausschüttung erhalten. Denn je mehr Bilanzsumme und Geschäftsvolumen wachsen, um so mehr muss auch die vorgeschriebene Eigenkapital-Quote steigen. Sie wuchs von 15,2 Prozent in 2016 auf 16 Prozent im vergangenen Jahr. Vierdag strebt in den nächsten Jahren eine Quote von "über 20 Prozent" an: "Für das Wachstum braucht man Erträge. Und die sind nicht einfach zu erwirtschaften." Deshalb schließen andere Banken Filialen oder entlassen Mitarbeiter. Anders die Stadtsparkasse. Sie hat 2017 300 neue Girokonten eröffnet. Darunter waren auch eine ganze Reihe von Postbank-Kunden, die sich über die Schließung der Filiale in Haan ärgerten. Aber auch ohne Ausschüttung profitiere die Stadt erheblich von der Stadt-Sparkasse, unterstreicht Verwaltungsratsvorsitzender Rainer Wetterau. Die Bank zahlt für 2017 wieder mehr als eine Million Euro Gewerbesteuer. Der Bundesfinanzminister freut sich über eine weitere Million an Steuern. 70 Vereine und Einrichtungen wurden im vergangenen Jahr mit rund 200.000 Euro unterstützt.

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Vorstand Axel Weber (56) wechselt zum 1. Oktober in die Privatwirtschaft. Rund 60 Kandidaten bewerben sich um seine Nachfolge, so Wetterau. Der Personalausschuss wird zusammen mit Personalberater eine Vorauswahl treffen und dem Verwaltungsrat einen Vorschlag machen: "Ich bin optimistisch, dass wir die Stelle zum 1. Oktober besetzt bekommen."

(cis)