Haaner Firma „Raddatz Gebäudereinigung und mehr“ feiert 60. Geburtstag.

Haan : Firmengeburtstag wie ein Familienfest

Das Unternehmen „Raddatz Gebäudereinigung und mehr“ feierte sein 60-jähriges Bestehen auf dem Firmengelände im Gewerbegebiet Schallbruch. Viele Mitarbeiter gehören schon seit mehr als zehn Jahren zum Team.

Auf dem Platz zwischen Lagerhalle und Firmenfahrzeugen ging es fröhlich zu. Durch Zeltplanen und Pavillons vor dem teils kräftigen Regen geschützt, lachten und klönten die Gäste wie bei einer großen Familienfeier. Besonders viele Hände schütteln musste Brigitta Raddatz. „Ich kenne natürlich noch viele Mitarbeiter“, erklärte die Mit-Gründerin des gleichnamigen Gebäudereinigungs-Unternehmens – und das, obwohl sie schon seit langem nicht mehr im Betrieb aktiv ist. „80 Prozent unserer Mitarbeiter sind schon länger als zehn Jahre dabei“, sagte ihr Sohn Peter Raddatz in einer lockeren Ansprache an die Besucher. Seit 1994 ist er Geschäftsführer. Die Gebäudereinigung wurde am Sonntag auf den Tag genau 60 Jahre alt. „Mein Vater wusste ja nicht, dass es heute regnet, sonst hätte er sich vielleicht einen anderen Gründungstag ausgesucht“, scherzte Peter Raddatz.

Sein Vater Karl hatte die Gebäudereinigung im Jahr 1959 bereits in Haan gegründet. Neben Privathäusern kümmerten sich die Mitarbeiter – der Betrieb beschäftigte schon nach wenigen Jahren 15 Raumpfleger – schnell auch um größere Objekte: „Der erste große Auftrag war die Halle des Haaner Turnvereins“, erzählte Brigitta Raddatz. Seitdem wuchs das Unternehmen, zog innerhalb Haans mehrfach um und verbreiterte sein Angebot. Das reicht von der Reinigung von Glasflächen, Böden, Terrassen und Jalousinen bis zur Denkmalpflege. Dabei kommen Sandstrahler, Hochdruckreiniger und Laser zum Einsatz. Sowohl die Unterhaltsreinigung bei festen Kunden als auch ausgeschriebene Projekte füllen die Auftragsbücher von „Raddatz Gebäudereinigung und mehr“. Für die Mitarbeiter stehen regelmäßig Schulungen in Sachen Sicherheit oder Reinigungseffizienz auf dem Programm.

Der Beruf des Gebäudereinigers und seine Anforderungen seien vielen Menschen gar nicht so bekannt, warf Peter Raddatz  in die Runde. Er selbst wiederum konnte sich mit der Tätigkeit schon früh vertraut machen: „Wir Kinder sind alle mitgenommen worden“, erinnerte er sich – und schob hinterher: „Was wir dabei alles gesehen haben, war einfach hochspannend.“ Bevor er den Gästen eine Stärkung am Buffet oder am Grill ans Herz legte, warf der Geschäftsführer noch einen Blick in die Zukunft des Berufsstandes in Zeiten der Digitalisierung: „Vielleicht werden wir eines Tages Roboter losschicken und sitzen selbst nur noch in der Leitzentrale.“ Vorgezeichnet scheint jedenfalls der weitere Fortbestand von Raddatz als Familienunternehmen. Denn auch die dritte Generation ist – zumindest teilweise – bereits an Bord: Als erstes von Peter Raddatz Kindern begann Sohn Björn 2004 seine Laufbahn im Unternehmen als Geselle für Sonnenschutztechnik. Inzwischen ist er Prokurist. Sein Bruder Ole Völker wiederum absolviert im Familienbetrieb eine Ausbildung zum Kaufmann im Büromanagement. Herzlichen Applaus von älteren und jüngeren Weggefährten erntete schließlich noch einmal die Mit-Gründerin des Betriebs: Die freute sich über „die große Familie“.

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