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Grevenbroich: Schnee: WGV-Kontrolleur bestimmt, wo gestreut wird

Grevenbroich : Schnee: WGV-Kontrolleur bestimmt, wo gestreut wird

Die Wirtschaftsbetriebe (WGV) fahren ihren Winterdienst weiterhin auf Sparflamme. Gestreut wird nur an den gefährdeten Stellen im Stadtgebiet – etwa an Hauptstraßen.

Die Wirtschaftsbetriebe (WGV) fahren ihren Winterdienst weiterhin auf Sparflamme. Gestreut wird nur an den gefährdeten Stellen im Stadtgebiet — etwa an Hauptstraßen.

Um das noch vorhandene Salz sinnvoll einzusetzen, setzt die Stadt einen Straßenkontrolleur ein. "Er fährt regelmäßig die Strecken ab und entscheidet, an welchen Stellen gestreut werden muss", erklärt Rathaussprecher Andreas Sterken. Dies seien derzeit vor allem Brücken, Kurven und abschüssige Straßen. "Aber wir warten stündlich auf Salznachschub", betonte am Dienstag ein WGV-Mitarbeiter. Der Landesbetrieb Straßenbau, über den die Stadt ihr Salz bezieht, kann nämlich aufgrund des Nachschubmangels nur begrenzt nachliefern.

Am Dienstag machte sich zusätzlich ein kleiner Traktor mit schmalem Räumschild auf den Weg durch die Fußgängerzone, um diese wieder begehbarer zu machen. Auf den Nebenstraßen und in den Wohngebieten seien vor allem die "wild geparkten" Autos ein Problem, so der Stadtsprecher. "Hier kommt einfach kein Schneepflug durch", so Sterken. Im Moment seien die Straßen größtenteils gut befahrbar, auch wenn sich am Fahrbahnrand die Schneeberge türmten. "Aber wir müssen abwarten, was das Wetter noch so bringt", meint Sterken.

Angesichts der weißen Pracht und weiterer angekündigter Schneefälle schickte die UWG-Fraktion am Dienstag einen Eil-Brief an Bürgermeisterin Ursula Kwasny. Ratsherr Carl Windler drückte darin seine Sorge über die Schneelasten auf den Flachdächern der öffentlichen Gebäude aus. Im Ruhrgebiet seien bereits Schulen und Kindergärten wegen Einsturzgefahr geschlossen worden, meint er.

Wie der zuständige städtische Dezernent, Claus Ropertz, auf Anfrage der NGZ erklärte, habe er die Hausmeister gebeten, nicht nur die Eiszapfen an den betroffenen Gebäuden zu entfernen, sondern auch die Schneelasten zu kontrollieren. "Nach dem jetzigen Stand geht davon keine Gefahr aus", betonte Ropertz.

(dhk)