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Grevenbroich: Streusalz wird in der Stadt zur Mangelware

Grevenbroich : Streusalz wird in der Stadt zur Mangelware

Heute zieht eine neue Schneewalze über weite Teile des Landes. Wer die weiße Pracht vor der Haustüre liegen hat, ist schlecht dran: Denn in Grevenbroich wird Streusalz mittlerweile zur Mangelware. Die Baumärkte warten auf Nachschub.

Ausverkauf meldet etwa Praktiker am Hammerwerk: "In den vergangenen Tagen wurden mehr als 20 Paletten mit Gebinden zwischen fünf und 25 Kilogramm leergeräumt", erklärt Filialleiter Stefan Krebs. An der Info-Theke des Markts kämen die Kunden mittlerweile im Fünf-Minuten-Rhythmus und würden nach Salz fragen: "Wir haben eine neue Lieferung geordert. Wann die kommt, ist aber noch ungewiss." Keinen Engpass haben indes die Wirtschaftsbetriebe. Sie bedienen sich aus dem Lager des Landesbetriebs Straßenbau – "und dort wurde gerade neu geliefert", so Karl-Walter Fischer.

Das Streuen von Salz auf den Gehwegen ist in Grevenbroich übrigens grundsätzlich verboten. Aber: "In besonderen klimatischen Ausnahmefällen" erlaubt die Stadt den Einsatz des Auftau-Mittels. Auch an gefährlichen Stellen – wie Treppen und Rampen – darf gestreut werden. "Der Bürger muss abwägen, ob und wann er das Salz einsetzt", sagt Rathaussprecher Andreas Sterken.

Wann geräumt werden muss, regelt übrigens die sogenannte Straßenreinigungssatzung der Stadt. Fällt der Schnee in der Zeit zwischen 7 und 20 Uhr, muss gleich nach der letzten Flocke der Schieber eingesetzt werden. Schneit's werktags nach 20 Uhr, müssen die Gehwege spätestens um 7 Uhr geräumt werden. An Sonn- und Feiertagen können die Bürger etwas länger schlafen: dann muss bis 9 Uhr geschippt sein.

(NGZ)