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Grevenbroich: Real investiert sechs Millionen

Grevenbroich : Real investiert sechs Millionen

Bei laufendem Betrieb wird der Real-Markt Am Rittergut in Noithausen zurzeit umgebaut, erhält ein komplett neues Laden-Konzept. Werbering und Wirtschaftsförderung sehen aber keine wachsende Konkurrenz für die City.

Im Eingangsbereich ist eine Ladenzeile mit Folie verhangen, auch an anderen Stellen wird im Real-Markt bei laufendem Betrieb gearbeitet. Auf Postern können die Kunden bereits sehen, wie der Markt nach Abschluss des Umbaus Ende September aussehen wird. Real führt ein neues Laden-Konzept ein, wie es etwa bereits im Rhein-Park-Center in Neuss zu besichtigen ist.

"Wir investieren hier sechs Millionen Euro", erklärt Pressesprecher Markus Jablonski. "Wir wollen den Markt für die heutigen Anforderungen modernisieren, um der wachsenden Konkurrenz zu begegnen. Wir stehen nicht nur mit Selbstbedienungs-Warenhäusern im Wettbewerb, sondern auch mit Discountern und Fachmärkten", erklärt der Real-Sprecher.

Der 1974 unter Allkauf-Regie gebaute Markt wurde seit vielen Jahren "nicht grundlegend modernisiert", so Jablonski. Erweitert wird die Verkaufsfläche von 6900 Quadratmetern bei der "Runderneuerung" nicht. Doch kaum eines der 58 000 Produkte wird künftig dort zu finden sein, wo es bislang war.

"Wir führen ein Shop-in-Shop-Konzept ein, bei dem Sortimentsbereiche stärker gegliedert werden", kündigt Jablonski an. "Die ,Medienwelt' mit Musik-CDs und Filmen ist fast fertig. Auch eine ,Textilwelt' und ,Beauty & More' für Drogerieartikel entstehen", erläutert Armin Hink, stellvertretender Geschäftsleiter. Neu im Angebot wird eine Frischfisch-Theke sein.

Eine grundsätzliche Änderung: Der Kassenbereich wird ,gedreht' und zum Eingang verlegt — damit sind die Wege für Kunden kürzer. Zusätzlich werden vier Selbstbedienungskassen installiert. Dieser Umbau erfordert wiederum Umzüge bei den benachbarten Läden, das Angebot in der Zeile dort reicht vom Reisebüro bis zum Schlüsseldienst reicht.

Neu einziehen wird dort die Kette "Ernsting's Family". Auch die gesamten Kühlanlagen von Real werden erneuert, "energiefressende" Kühltruhen ausgemustert. Kann angesichts dieses Millionen-Projekts die Innenstadt mithalten — nachdem "Toom" als einziger Lebensmittel-Markt in der City seinen Auszug aus dem Montanushof erklärt hat?

"Die City braucht einen Lebensmittelmarkt. Ich bin davon überzeugt, dass bis zum Jahresende ein Nachfolger kommt, konkrete Gespräche laufen", sagt Wirtschaftsförderer Ulrich Held im Rathaus. "Abwanderungsbewegungen" der Kunden in Richtung des erneuerten Real sieht er nicht: "Das wird keine großen Auswirkungen haben.

Die City hat mit ihren inhabergeführten Geschäften ein anders strukturiertes Angebot. Ich finde es hervorragend, dass Real investiert." Auch Werbering-Chef Fred Schlangen ist gelassen. "Ich denke, dass Real seine Position mit der Modernisierung halten wird. Natürlich muss auch die City darauf achten, sich weiterzuentwickeln."

(NGZ)