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Grevenbroich: Neues Rathaus muss saniert werden

Grevenbroich : Neues Rathaus muss saniert werden

Die Heizung im Neuen Rathaus ist marode, auch Leitungen müssen erneuert werden. Nach dem Auszug des Jobcenters sollen die Sanierungsarbeiten starten. Die Stadtentwicklungsgesellschaft schätzt die Kosten auf knapp eine Million Euro.

Das Neue Rathaus der Stadt ist gar nicht mehr so neu: Der ältere Teil mit dem Haupteingang zum Ostwall hin stammt von 1981. Das macht sich bemerkbar: "Die Heizung ist in die Jahre gekommen, sie ist schon mehrere Male defekt gewesen, musste repariert werden", schildert Bürgermeisterin Ursula Kwasny. "Da muss auf jeden Fall etwas geschehen." Doch es gibt noch weitere Mängel: Heizungskörper wiesen bereits Lecks auf, auch Sanitäranlagen und Leitungen im 32 Jahre alten Gebäudekomplex sind erneuerungsbedürftig.

"Wenn die Heizkörper ausgetauscht werden, müssen zwangsläufig auch die Büros wieder hergerichtet werden", erklärt Monika Stirken-Hohmann, Geschäftsführern der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) Grevenbroich. Die SEG ist seit 2010 Eigentümerin des kompletten Neuen Rathauses und vermietet es an die Stadt. Davor hatte ihr nur der neuere, von der Sanierung nicht betroffene Teil von 1991 am Ostwall gehört.

Kurzum: Der ältere Gebäudetrakt ist in Teilen ein Sanierungsfall. Für die anstehenden Arbeiten laufen in der Verwaltung bereits Gespräche mit einem Architekten. Die Kosten schätzt Monika Stirken-Hohmann auf knapp eine Million Euro. "Der Ankauf durch die SEG und die Sanierung wurden bereits seinerzeit vom Rhein-Kreis Neuss genehmigt", so die Geschäftsführerin. Ein Termin für den Start der Arbeiten steht allerdings noch nicht fest: "Ich denke, dass wir wohl im nächsten Jahr beginnen werden", kündigt Ursula Kwasny an. Eine Voraussetzung für die Sanierung: "Wir wollen damit warten, bis das Jobcenter aus dem Rathaus ausgezogen ist", sagt Stirken-Hohmann. Bislang ist im ersten Obergeschoss die Abteilung "Leistungsgewährung" mit 20 Jobcenter-Mitarbeitern untergebracht. Künftig sollen 55 Beschäftigte der Einrichtung der Agentur für Arbeit und des Rhein-Kreises im Kreishochhaus an der Lindenstraße zusammengefasst werden, das Gebäude dort wird seit 2012 umgebaut. Der Vorteil: Künftig haben die Jobcenter-Kunden nur noch eine zentrale Anlaufstelle. "Nach dem jetzigen Stand ziehen die Mitarbeiter im November zur Lindenstraße um", erklärt Jobcenter-Sprecher Christoph Janßen.

Mit dem Auszug des Jobcenters kann die Stadt ein weiteres Problem zumindest teilweise lösen: die Raumnot. Der Platz im Rathaus reicht nicht, die Verwaltung hat deshalb Räume am Markt angemietet. "Wir benötigen mehr Platz, unter anderem für unsere Auszubildenden im höheren Dienst. Für sie ist nach den neuen Kriterien ein vollwertiger Büro-Arbeitsplatz erforderlich", erläutert Ursula Kwasny.

Die 19 zusätzlichen Büros im Neuen Rathaus will die Stadt zunächst aber für die Sanierung nutzen: Geplant ist, eine Etage nach der anderen in Angriff zu nehmen, die betroffenen Mitarbeiter sollen dann für die Umbauzeit innerhalb des Hauses umziehen. "Der Publikumsverkehr wird während der Arbeiten weiterlaufen. Wir werden darauf achten, dass die Auswirkungen für die Bürger so gering wie möglich bleiben", versichert Verwaltungschefin Kwasny.

(NGZ)