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Grevenbroich: Tierschützer entsetzt: Fünf Kaninchen im Müll entdeckt

Grevenbroich : Tierschützer entsetzt: Fünf Kaninchen im Müll entdeckt

Sie hatten die Augen noch geschlossen, und ohne Rettung hätten sie wohl keine 24 Stunden mehr gelebt: Ein Unbekannter hatte, wie Norbert Wolf von der Tierstation am Schneckenhaus erklärt, offensichtlich fünf Jungkaninchen in einem Papierkorb in Grevenbroich "entsorgt".

Beim Leeren des Korbs war, wie der Umweltbeauftragte berichtet, ein blauer Müllsack aufgefallen, der sich warm und weich anfühlte. Drinnen hätten die eng aneinandergeschmiegten Hauskaninchen gelegen, und die wurden dann in der Tierstation abgegeben.

Norbert Wolf ist empört darüber, "dass jemand hilflose Tiere einfach wegwirft" — in dem Wissen, dass sie sterben müssten, wenn nicht jemand sie findet. Gerade mal eine Woche seien die niedlichen Kleinen alt gewesen. "Ersatzmutter" ist jetzt Schneckenhaus-Mitarbeiterin Christina Lück, sie zieht das Quintett mit der Flasche auf. "Fünf, sechs Wochen müssen sie wohl bei uns aufgepäppelt werden", so Wolf. Neben Milch erhalten sie in den nächsten Wochen auch Löwenzahn und anderes frisches Grün. Dann soll das Tierheim die Kleinen aufnehmen. "Wer Haustiere hält, hat Verantwortung — und muss auch mit Nachwuchs rechnen", betont Wolf.

Die Kaninchen sind kein Einzelfall: "Im Frühjahr wurden zwei Bartagamen gefunden. Die in Australien beheimateten Reptilien wurden im Schnee ausgesetzt wurden, eine davon wurde im Bend entdeckt."

(cso-)