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Grevenbroich: Exoten im Baum: Papageien klettern in den Neurather Gärten

Grevenbroich : Exoten im Baum: Papageien klettern in den Neurather Gärten

Zwei Gelbbrust-Aras sorgen derzeit in Neurath für Aufsehen. Die großen Vögel verbreiten südamerikanisches Dschungel-Flair in den Gärten an der Victoria-, Gürather- und Falkenstraße. Dort krächzen sie lautstark aus den Bäumen.

Woher die Tiere stammen, ist zurzeit unbekannt. "Vermutlich sind sie irgendwo ausgerissen", meint der Grevenbroicher Umweltbeauftragte Norbert Wolf.

Gleich mehrere Anwohner hatten am Montag in der Wildtierstation "Schneckenhaus" angerufen und den Mitarbeitern von den für hiesige Breitengrade ungewöhnlichen Vögeln berichtet. "Manche haben Sorge, dass die noch recht kalte Witterung den Papageien schaden könnte", erklärt Wolf. Da Gelbbrust-Aras vornehmlich in tropischen und subtropischen Wäldern Südamerikas leben, geht der Umwelt-Experte davon aus, dass es den Tieren mit der Zeit zu kalt werden könnte. "Wie lange sie mit unserem Klima klar kommen, kann ich allerdings nicht sagen", gibt er zu.

Offensichtlich handelt es sich bei den beiden großen, gelb-blauen Papageien um ein Pärchen. "Sie kommunizieren intensiv miteinander, das könnte ein Hinweis darauf sein, dass sie zusammengehören", sagt Wolf. Der Umweltbeauftragte hofft jetzt darauf, dass sich der Besitzer der beiden Aras möglichst schnell im "Schneckenhaus" melden wird. "Er kennt die Gewohnheiten seiner beiden Tiere. Das könnte dabei helfen, die Papageien wieder einzufangen", erklärt der Umwelt-Experte.

Möglicherweise ließen sich die bunten Vögel mit ihrer Lieblingsspeise oder ihrem gewohnten Käfig anlocken und einfangen, meint Norbert Wolf. Andere Methoden kämen wohl nicht in Frage: "Mit der Drehleiter der Feuerwehr ist da nichts zu machen — zum einen halten sich die Vögel in den Gärten hinter den Häusern auf, zum anderen würden sie sofort wegfliegen, falls sich die Einsatzkräfte nähern."

Erst vor wenigen Tagen mussten sich die Tierschützer des "Schneckenhauses" mit einem Exoten aus Südamerika beschäftigen: Nachdem ein Nandu in Dormagen eingefangen wurde, kam er vorübergehend in die Station im Bend. Zwischenzeitlich konnte der Besitzer des großen Laufvogels aber ausfindig gemacht werden.

(NGZ/rl)