Grevenbroich: Die neue Orgel für die Kirche in Hülchrath kommt am Montag

Neues Instrument kommt in Einzelteilen: Hülchrather Orgel wird am Montag geliefert

Die letzte große Phase ist erreicht: Am Montag, 5. November, wird die neue Orgel für die Hülchrather Sebastianus-Kirche geliefert. „Wir freuen uns mächtig“, sagt Peter Lys vom Orgelbauverein. Er und seine Mitstreiter haben sich viele Jahre für die Finanzierung des neuen Instruments stark gemacht.

Die Orgel steht in der Werkstatt des Hellenthaler Traditions-Unternehmens Weimbs. Sie wird nun demontiert und in Einzelteile per Lastwagen nach Hülchrath transportiert. Gegen 14.30 Uhr werden die Kisten abgeladen und in der Kirche zwischengelagert. „Wer möchte, darf beim Abladen der Lkw helfen“, sagt Peter Lys.

Das Instrument wird in den nächsten Wochen von Mitarbeitern der Firma Weimbs aufgebaut. Ob die Orgel bereits zum Weihnachtsfest erklingen kann, ist noch ungewiss.

„Von der Idee einer neuen Orgel bis heute sind mittlerweile zwölf Jahre verstrichen“, sagt Peter Lys, der sich darauf freut, dass die Zeit des Harmoniums bald zu Ende sein wird. Die neue Orgel für St. Sebastianus kostet etwa 220.000 Euro. Die Pfarrgemeinde erhielt vom Erzbistum Köln einen Zuschuss von 40.000 Euro. 130.000 hat die kleine Pfarrgemeinde mit vielen Ideen zur Finanzierung schon selbst gestemmt.

  • Neues Instrument wird in Hellenthal gebaut : Orgel für St. Sebastianus in Hülchrath nimmt Formen an

„Unter anderem fanden zu Gunsten der neuen Orgel eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen in und um Hülchrath statt, die das kulturelle Leben in der Stadt bereicherten“, erinnert Lys. Die Gemeinde hofft nun darauf, die fehlenden 50.000 Euro noch zusammen zu bekommen – unter anderem durch Orgelpfeifen-Patenschaften. „Bislang haben wir beim Erzbistum Köln einen Kredit, der soll so schnell wie möglich getilgt werden“, sagt der Vorsitzende des Orgelbauvereins.

Die alte Hülchrather Orgel war komplett „abgespielt“ und wurde durch ein Harmonium ersetzt. Die Grundfläche des neuen Instruments misst etwa 20 Quadratmeter, darin untergebracht werden 16 Register, jedes etwa 150 Kilogramm schwer. Über den Bau der Orgel berichtet der Verein im Internet unter www.orgelspenden.de.

(wilp)
Mehr von RP ONLINE