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Hülchrather Mundartfreunde sammeln für Orgel in St. Sebastianus

Unermüdlicher Einstz für neue Orgel in St. Sebastianus : Der lange Weg zur neuen Orgel

Viele kleine Aktionen der Hülchrather führen zur neuen Orgel in St. Sebastianus

Streng genommen ist Peter Lys Ruheständler, tatsächlich ist der Pensionär ein viel beschäftigter Mann. Als „Bankpate“ sorgt er sich um öffentliche Sitzgelegenheiten, vor allem aber ist die neue Orgel für St. Sebastianus eine Herzensangelegenheit. Dafür hatte der Hülchrather jetzt einen Mundartabend mit dem Grimmlinghauser Willi Könen organisiert. Außerdem traten die „Fidelen Granufinken“ bei dem Heimatabend auf: eine Band, in der übrigens Ex-Rabaue Peter Kempermann an der Seite von Peter Lys mitmischte.

 Die neue Orgel für St. Sebastianus wird derzeit angefertigt. Eine Finanzlücke von etwa 50.000 Euro besteht für das letzte Register.
Die neue Orgel für St. Sebastianus wird derzeit angefertigt. Eine Finanzlücke von etwa 50.000 Euro besteht für das letzte Register. Foto: Frank Weimbs/Frank weimbs

„Nach der Veranstaltung konnten 700 Euro auf das Orgelkonto überwiesen worden“, berichtet Lys zufrieden. „Das war nur möglich, weil alle Beteiligten ehrenamtlich dazu beigetragen haben und der Autor Willi Könen auf den Erlös aus dem Verkauf seiner Bücher und CDs, immerhin fast 200 Euro, verzichtet hat, um sie dem Orgelbauverein zur Verfügung zu stellen.“

Unermüdlich sind Lys und seine ebenso emsigen Mitstreiter im Einsatz, um das Riesenprojekt, nämlich für die Kirche St. Sebastianus eine klangvolle, neue Orgel zu bekommen, zu realisieren. Die Finanzlücke von 50.000 Euro müssen die emsigen Sammler vom Orgelbauverein St. Sebastianus Hülchrath eintreiben, um das letzte Register finanzieren zu können. „Bislang haben wir beim Erzbistum Köln einen Kredit“, der soll so schnell wie möglich getilgt werden. Sonst könne nichts Neues in der Kirche gemacht werden, wie Lys ausführt. Wie in der Vergangenheit setzen die fleißigen Sammler, die bisher 130.000 Euro für das bislang 170.000 Euro teure Instrument rekrutieren konnten – weitere 40.000 Euro gab das Erzbistum Köln – auf die Gebefreudigkeit ihrer Mitmenschen. „Das ist uns ja manchmal selbst schon peinlich“, erklärt der freundliche Bettler – und setzt nicht allein auf Geldspenden, „weiterhin brauchen wir noch viele Orgelpfeifenpaten“, werden auch im Netz via http://orgelspenden.de Unterstützer gesucht. „Natürlich gibt es auch weitere Veranstaltungen“, so ist Mittwoch, 17. Oktober, ein weiterer Mundartabend bei den Kapellener-Jonge steigen.