Schützenfest und Oldtimer-Ausstellung in Pfalzdorf

Pfalzdorf : Schützen und Oldtimer im Festpaket

Zum 12. Oldtimer-Treff des MSC Flott-Weg werden in Pfalzdorf etwa 400 historische Fahrzeuge erwartet. Gleichzeitig ermittelt der Schützenverein Pfalzdorf 1926 an dem Wochenende einen neuen König.

. Zwei Fahnen, zwei Vereine – ein Fest. Seit zwölf Jahren schnüren der Schützenverein Pfalzdorf 1926 und der Motorsportclub (MSC) „Flott-Weg“ das Gesamtpaket „Königschießen und Oldtimertreff. „Eine gute Zusammenarbeit“ nennen dies alle Organisatoren. „Es wurde jedes Jahr größer“, berichtet Willi Lörcks vom Vorstand des MSC. Nahezu 400 historische Fahrzeuge präsentierten sich im letzten Jahr auf der Festwiese am Hotel Auler, auch in diesem Jahr rechnet der Verein – bei gutem Wetter – mit dieser Anzahl. Termin für die 12. Ausgabe des gemeinsamen Festes ist das Wochenende des 24. und 25. August.

Die gemeinschaftliche Arbeit beginnt aber bereits am Freitagabend. Schützen und Motorsportler treffen sich zum Aufbau und zur Vorbereitung. Am Samstag findet dann ab 18 Uhr das traditionelle Besenkönigschießen statt. „Das ist im eigentlichen Sinn ein Probeschießen“, erklärt der Vorsitzende der Pfalzdorfer Schützen, Johannes Huismann. Früher habe man wirklich einen alten Besen genommen, um schon mal zu üben. Heute werde ein baugleicher „Vogel“ aufgezogen, und wer denn abschießt, wird feierlich zum „Besenkönig“ gekürt und erhält als Trophäe einen schmucken Reisigbesen. Das Besenkönigschießen ist den Vereinsmitgliedern, den Helfern und Freunden vorbehalten. Zuschauer sind aber willkommen.

Der Hauptfesttag, der Sonntag, beginnt bereits am frühen Morgen im Nennbüro, denn um diese Zeit rattert und knattert es, wenn die alten „Schätzchen“ aus Chrom und gediegenem Stahl eintreffen. Wenn alle ihre Parkplätze eingenommen haben, servieren Konrad und Beate Tophofen, das Wirtsehepaar vom Hotel Auler, das unter Stammgästen sehr beliebte Frühstück. Hierzu sind Anmeldungen erwünscht für eine bessere Planung, so Tophofen. Zusätzlich steht den ganzen Tag über das gastronomische Angebot aus Kaffee, Kuchen und warmen Gerichten. Auf der Festwiese können Besuc

her und Teilnehmer die Automobile, Traktoren und Lastwagen der Vergangenheit bewundern, „Benzingespräche“ führen und auch mal dem Klang lauschen, der vor hundert Jahren auf den Straßen zu hören war. Ingo Paulus, Geschäftsführer des Schützenvereins Pfalzdorf, weist darauf hin, dass in diesem Jahr als besonderes Highlight mehrere historische Feuerwehrautos dabei sein werden.

Zum ersten Mal dabei ist auch eine Modellbaugruppe aus Bochholt. Etwa 15 Modelle werden zu besichtigen sein, auch von Feuerwehrfahrzeugen zum Beispiel. Stammgast in Pfalzdorf ist der Sammler Martin Smits aus Kleve. „Er präsentiert in diesem Jahr wieder ein besonderes Motorrad, eine Motosacoche 850 Kubik aus dem Jahre 1931“, kündigt Peter Hohl, zweiter Vorsitzender des MSC, an. Er selbst steuert einen Mercedes Benz von 1964 zur Schau bei. „Das ist ein Direktionsfahrzeug der Essener Krupp AG, mit ziemlicher Sicherheit haben Alfred Krupp und Mercedes Manager Bertold Beitz darin gesessen“, sagt Hohl, der auch wieder Pokale für die schönsten „Oldies“ spendieren wird.

Parallel bereiten sich die Schützen auf das Königschießen vor. Um 13 Uhr ist Antreten bei Schroeder, Nachbar-Gaststätte und Vereinslokal der Schützen. Von dort holen alle gemeinsam den amtierenden König Hans-Jakob Hetzel in der Rehmannstraße ab. Nach einem feierlichen Zug mit Königspaar Sigrid und Hans-Jakob nebst Ehrenschützen ist Treffpunkt die Festwiese. Dort werden zunächst einige Ehrungen vorgenommen, dann beginnt die Jugend mit dem Prinzenschießen. Parallel schießen die Kleinsten bis 13 Jahre mit dem Lasergewehr. Es folgen die Herren, die Damen, das eigentliche Königschießen beginnt um 18 Uhr.

König Hans-Jakob I. Hetzel mit seiner Königin Sigrid II. Hetzel.  . Foto: Schützen

Der Bürgermeister der Stadt Goch, Ullrich Knickrehm,  besucht die Schützen und wird auch Ehrungen vornehmen. Gegen 20 Uhr dann steht der neue König fest. Wer wird es sein? „Das ist bei uns immer noch eine Überraschung“, versichert Ingo Paulus.

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