Goch: Reisemobilwallfahrt – für Gäste und Gocher

Goch : Reisemobilwallfahrt – für Gäste und Gocher

Mit einer Mischung aus bewährten Programmpunkten und Premieren lockt die Reisemobilwallfahrt vom 25. bis zum 28. Juli Gäste nach Goch. Die verschiedenen Angebote richten sich aber nicht nur an Auswärtige.

Seit der Premiere im Jahr 2008 hat sich am Kernkonzept kaum etwas verändert. "Und das ist ein gutes Zeichen", findet Torsten Kauling von der Marketingabteilung der Stadt Goch. Ein Zeichen dafür, dass die Reisemobilwallfahrt bei der Zielgruppe angekommen ist und Jahr für Jahr hunderte Wohnmobile in die Stadt an der Niers zieht – mit teilweise mehreren hundert Kilometern Anreise. Dennoch gibt es im Programm der diesjährigen Wallfahrt die eine oder andere Änderung, um besonders auch die Gocher selbst stärker einzubinden.

Pater Peters segnet in erster Linie die Wohnmobile – doch auch vierbeinige Kopiloten werden beim Wallfahrtsgruß einbezogen. Foto: EVERS

Wie zum Beispiel die neue Gestaltung des Konzerts in der Arnold-Janssen-Kirche. Erstmals wird es hier ein Zusammenspiel von Wallfahrt und dem Euregio Studentenmusikfestival geben. Folglich gibt am Freitag, 26. Juli, mit Tamara Niekludow eine internationale Meisterpianistin eine Kostprobe ihres Könnens. Parallel dazu sorgt Hans Ingenpass auf dem Friedensplatz als "Mr. Soul" für Stimmung. Samstagabend spielt im Festzelt die Peter Weisheit Band, die so manchem vielleicht noch als Stammband des WWF-Clubs bekannt sein dürfte.

"Auch die Gocher sind zu den spirituellen Angeboten besonders eingeladen", betont Pastor Günter Hoebertz, der in dem Zusammenhang unter anderem auf die Nacht der offenen Kirchen sowie den Vater-Unser-Weg, beides am Samstag, verweist. Auch die Eröffnungsvigil am Freitagabend sei eine lohnenswerte Veranstaltung.

Als weniger spirituelle Alternativen bietet die Wallfahrt wie immer Radtouren an, Paddeln auf der Niers, Städteführungen und zum Beispiel einen Tagesausflug in die Niederlande, genauer gesagt nach Arcen. Am letzten Tag gibt es für die kleinen Besucher die Gelegenheit, an dem Projekt in der Nierswelle, dem Bau eines großen Wasserlabyrinths, mitzuwirken. Und während die Kinder noch aus Dachrinnen und Plastikbesteck spektakuläre Wasserfälle konstruieren, fahren die Eltern ab 14 Uhr zum Höhepunkt der Wallfahrt, der Segnung der Wohnmobile an der Pfarrkirche St. Maria Magdalena mit Wallfahrtsseelsorger Pater Hans Peters.

Er gehört längst ebenso fest zur Wallfahrt wie die Wallfahrt selbst zum Gocher Sommerprogramm. "Meine seelsorgerische Tätigkeit findet immer zwischen all den Programmpunkten statt, in vielen, vielen Gesprächen mit den Gästen", sagt Peters. Dabei ist Hoebertz und ihm im Laufe der Jahre aufgefallen, dass es vielen leichter fällt, dort zu beichten, wo sie anschließend wieder verschwinden können. Doch für keinen der Beteiligten sei es deswegen eine Beichte to go. Die Menschen seien einfach "offener" – und das sei auch ein gutes Argument für die Gocher selbst, sich noch stärker an der Wallfahrt zu beteiligen.

Weitere Infos zum Programm auf www.reisemobilwallfahrt.de

(RP)