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Statt Reisemobilwallfahrt: Feiern im Doppel-Tipi

Sommerfest : Doppeltipi statt Reisemobilwallfahrt

Von diesem Jahr an wird die bei Campern sehr beliebte Gocher Reisemobilwallfahrt nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Im jeweils anderen Jahr gibt es ein Sommerfest – die Premiere geht am 20. und 21. Juli über die Bühne.

Die längst zur Tradition gewordene Arnold-Janssen-Reisemobilwallfahrt hat viele Freunde, aber sie bietet auch einige Problempunkte. Zum einen kostet sie eine Menge Geld, und die Stadt will selbiges sparen. Zum anderen gibt es nicht wenige Gocher, die sich fragen, was sie denn von dieser städtischen Aktion haben. Auswärtige wiederum sind zum Teil der Meinung, die Aktion dürfte ruhig etwas religiöser rüberkommen. Oder umgekehrt: mehr touristische Angebote vorhalten. Eine Menge Diskussionsbedarf also, den die treibenden Kräfte aufgenommen haben und zu dem sie jetzt eine Lösung präsentieren: Künftig wird die Reisemobilwallfahrt im jährlichen Wechsel mit einem Sommerfest auf dem Friedensplatz stattfinden. Erstmals findet es am 20. Und 21. Juli statt.

Der Freitagabend hat nicht zuletzt die Gocher Bürger im Visier. Die sollen sich eingeladen fühlen, auf den Platz zu kommen und mit den auswärtigen Besuchern gemeinsam zu feiern. Dazu wird ein doppeltes Tipi-Zelt aufgestellt, das auch am Samstag zum Einsatz kommt. Die Düsseldorfer Country-Band „Outlaws of Lubbock“, die seit 20 Jahren in der Szene bekannt ist (und schon von Goch gehört hat, wie Stadtsprecher Torsten Matenaers erzählte), spielt Bluegrass, Traditionals, Rock, Country und Southern Rock. Es darf getanzt werden. „Dazu legen sich die Grillmeister der Pfalzdorfer Safari-Küche ordentlich ins Zeug und präsentieren passende Verpflegung“, berichtet Matenaers. Michael Artz erzählt Näheres: „Wir werden zu leckeren Getränken Ochsennacken und ,Pulled Boeuf‘ mit Country-Potatoes anbieten, dazu natürlich auch gegrillte Nackensteaks und Currywurst.“ Das alles in rustikalem Ambiente, wie es sich für „Caravan Country“ gehört.

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Das Zelt wird nahe der Einfahrt zum Platz an der Thielenstraße stehen – dort, wo auch immer das Zirkuszelt steht. So müssen Gocher, die das Fest besuchen, nicht durch die Wohnmobil-Landschaft stapfen. Die Camper wiederum werden vermutlich schon tagsüber auf dem Platz sein (oder kommen vielleicht schon Tage vorher) und haben so ausreichend Gelegenheit, das sommerliche Goch und die Umgebung zu erleben. „Wir haben keine buchbaren Extras organisiert, sondern verweisen auf die Stadt, das Museum mit der aktuellen Ausstellung, auf die Gastronomie und Geschäfte, auf GochNess zum Schwimmen, die Niers zum Paddeln, auf Möglichkeiten zum Wandern – da gibt es genug“, findet der Stadtsprecher. Anders als bei der Wallfahrt müssen auch die Reisemobilisten an diesem Wochenende keine besondere Gebühr zahlen: Im Stellplatz-Beitrag von fünf Euro pro Nacht und Fahrzeug ist die gesamte Geselligkeit enthalten.

 Organisatoren des Sommerfestes: Michael Artz, Rüdiger Wenzel (hinten), Torsten Matenaers und Axel Holl (v.l.).
Organisatoren des Sommerfestes: Michael Artz, Rüdiger Wenzel (hinten), Torsten Matenaers und Axel Holl (v.l.). Foto: Anja Settnik

Noch mehr davon gibt es am Samstag, wenn die Partyband „Querbeat“ aus Issum loslegt. Gute-Laune-Musik, wie sie bei Campern erfahrungsgemäß immer bestens ankommt. „Auch für diesen Abend wird kein gesonderter Eintritt erhoben. Wieder gibt es Gegrilltes aus der Safari-Küche und Getränke vom Veranstalter-Team VLSN“, kündigt Matenaers an. Diese Firma sorgt auch für das Begegnungs-Zelt, das selbst bei schlechterem Wetter für gemütliche Stunden sorgen dürfte.