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Emmerich: Pappeln fallen am Schloss

Emmerich : Pappeln fallen am Schloss

Weil sie nicht mehr standsicher sind, werden seit gestern Bäume in Haffen gefällt. Die Stadt argumentiert mit der Verkehrssicherheit. Roswitha Lohmann kritisiert die Aktion und geißelt das "Pappelsterben" in Rees.

HAFFEN-MEHR Die Arbeiten starteten pünktlich gestern Morgen. An der Wilhelmstraße begann eine niederländische Firma damit, die dortigen Pappeln zu fällen. "Die Bäume müssen entfernt werden, weil sie auf Dauer eine Gefahr darstellen", erläutert Stadtgärtner Andreas Böing. Die Standsicherheit sei nicht mehr gewährleistet und man befürchte, dass Passanten durch herabfallendes Holz verletzt werden könnten. Daher habe die Försterin die Pappeln auch in ihrem Plan als "schlagreif" deklariert.

Nach den Pappeln an der Wilhelmstraße werden auch die Bäume an der Bellinghovener Straße Richtung Schloss gefällt. Hier sollen die Arbeiten Mitte der Woche beginnen. Ende der Woche, so der Stadtgärtner, sollen dann alle 80 Bäume gefällt sein.

Böing verweist darauf, dass die Bäume nicht ersatzlos verschwinden, sondern ersetzt werden. An der Bellinghovener Straßen sollen im Frühjahr Platanen gepflanzt werden. "Denn hier gab es früher eine Platanenallee und diesen alten Charakter wollen wir der Straße zurück geben", erläutert er. Auch an der Wilhelmstraße wird wieder aufgeforstet. Allerdings werden auch hier keine neuen Pappeln gepflanzt. "Welche Bäume hier gewählt werden, das entscheidet die Försterin", sagt Böing.

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Die Stadt bekommt zwar für die Pappeln eine gewisse Vergütung, doch ganz kostendeckend ist die Abholzung der Bäume nicht.

Heftige Kritik an der Fäll-Aktion äußert Roswitha Lohmann aus Bienen. Die Künstlerin setzt sich schon seit längerem für den Erhalt der Pappel ein. Sie kann vor allem nicht verstehen, warum nicht auch wieder Pappeln als Ersatz gepflanzt werden. "In Kranenburg etwa hat man extra wieder neue Pappeln gepflanzt, weil man die Bäume als regionaltypische Kulturlandschaftselement schätzt", berichtet sie. Auch im Projekt Leader legten die Mitglieder viel Wert auf die Pappel als landschaftsprägenden Baum. In Rees allerdings werde er immer wieder gefällt und durch andere Baumarten ersetzt. "Die Experten raten von Platanen ab, weil sie zu einer Pilzkrankheit neigen und dann Äste herabfallen können."

(RP)