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Erkelenz: Elf närrische Bäume werden gepflanzt

Erkelenz : Elf närrische Bäume werden gepflanzt

Eine junge Kaiserlinde, die mal 30 Meter groß werden will, steht nun im Ziegelweiherpark. Es ist Baum Nummer eins aus der Regierungserklärung des noch amtierenden Erkelenzer Prinzenpaares Roland und Kristina Knippertz.

Bürgermeister Peter Jansen hatte bei der närrischen Regierungserklärung, die das Prinzenpaar der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft von 1832, Roland und Kristina Knippertz, während der Proklamation im Alten Rathaus ausgerufen hatten, genau hingehört. Darin hieß es nämlich, in der Stadt solle es Ersatz für die auf dem Markt gefällte Linde geben. Dazu wünschte sich das Prinzenpaar elf Lindenbäume.

"Bei diesem Paragrafen war ich sofort sicher: Das passt zu Erkelenz", sagte Jansen, nachdem nun im Ziegelweiherpark eine schöne Kaiserlinde, quasi Baum Nummer eins, gepflanzt worden war. Jansen sagte weiter: "Nicht nur mit diesem einen Baum, sondern auch mit den weiteren Lindenbäumen zeigen das noch amtierende Prinzenpaar und die weiteren Baumpaten ihre Verbundenheit zu unserer Stadt Erkelenz." Die Kaiserlinde im Ziegelweiherpark wurde sozusagen knapp elf Wochen nach Karneval gepflanzt - ein relativ närrischer Pflanztermin also.

Mit den elf Bäumen soll vor allem auch ein Zeichen gesetzt werden für den Klimaschutz, insbesondere auch vor dem Hintergrund des Braunkohlentagebaus Garzweiler II und der damit einhergehenden Zerstörung bestehender Grünflächen und Baumbeständen. Bürgermeister Peter Jansen richtete daher seinen Dank an das Prinzenpaar und die Baumpaten. Jansen unterstrich dabei auch die Wichtigkeit solcher Aktionen, denn: Im Rahmen der Kontrolle und Pflege des vorhandenen Baumbestandes (rund 15.000) kommt es zu Fällungen erkrankter Bäume und Neupflanzungen, die mit nicht unerheblichen Kosten für die Stadt Erkelenz verbunden sind.

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Die noch junge Kaiserlinde im Ziegelweiherpark wird einmal rund 30 Meter hoch werden. Sie wird also eines Tages viel Platz benötigen, so dass die weiteren zehn Bäume nicht im Ziegelweiherpark gepflanzt worden sind. Wie Ansgar Lurweg, der Technische Beigeordnete der Stadt Erkelenz, sagte, habe man bewusst geeignete und verschiedene Standorte für die Baumspenden ausgewählt. Unter anderem erfolgen die Pflanzungen der Bäume in der Erkelenzer Klimaschutzsiedlung, in der Grünfläche an der Antwerpener Straße und im Oerather Mühlenfeld Süd.

Jeder neu gepflanzte Baum aus dieser jecken Aktion des Erkelenzer Prinzenpaares bekommt zusätzlich eine kleine Stele mit einem Schild, auf dem einerseits die Aktion und andererseits der jeweilige Spender genannt werden.

Passend zu diesem Thema berichtete Stefan Heinrichs, Leiter des Erkelenzer Grünflächenamtes, in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe, dass die restlichen Freiflächen im Baugebiet Oerather Mühlenfeld Süd im Herbst/Winter 2017/2018 hergestellt worden seien. Die Begrünung erfolgte mit heimischen und standortgerechten Gehölzen. Die Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 9000 Quadratmetern wurden mit 48 Laubbäumen, 230 Junggehölzen, 277 Solitärgehölzen und 210 Quadratmetern bodenbedeckenden Gehölzen begrünt. Die Wege wurden in wassergebundener Bauweise angelegt, hieß es in der Ausschusssitzung.

Die Grünen-Fraktion hat einen Antrag vorgelegt, der die Nachpflanzung von Bäumen auf dem Markt und in der Fußgängerzone zum Inhalt hatte. Dieser wurde am Dienstag vom Bau- an den Umweltausschuss weitergeleitet.

(RP)