Duisburg: Fantasievolle Schülerkunst

Duisburg : Fantasievolle Schülerkunst

Im Kunstkabinett der Bezirksbibliothek sind bis 2. April Werke von Schülern des Krupp-Gymnasiums ausgestellt. Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag fanden sich etliche Nachwuchskünstler mit Freunden und Familien ein.

Rheinhausen Direkt ins Auge fallen dem Betrachter die "Wortbilder", die nach dem Vorbild von René Magritte entstanden sind. Hier ging es darum, zwei Begriffe derart darzustellen, dass daraus ein bekanntes zusammengesetztes Wort entsteht. Für das "klassische" Motiv à la Magritte entschieden sich zwei Schülerinnen. Sie zeichneten "Handtasche" oder "Handschuh", jeweils mit einer unglaublich präzisen Hand, die ab dem Gelenk in eine Tasche beziehungsweise einen Damenschuh übergeht.

Für eine etwas ausgefallenere Variante entschied sich eine Schülerin, die einem Bullen ein rundes Schiffsfenster am Kopf verpasste und so ein "Bullauge" kreierte. Eine weitere Schülerin ließ eine echte überdimensionale Spinne anstelle des üblichen Drahtgestells die Wäsche halten und stellte so eine gruselige Form der "Wäschespinne" dar.

Die Ausstellung des Krupp-Gymnasiums in der Rheinhauser Bezirksbibliothek ist wirklich gelungen. Auch das, was die sechste Klasse in einem Glasschaukasten zeigt: Bei diesen Töpferarbeiten ging es ebenfalls um das Thema "Verschmelzung" – diesmal mit der Maßgabe, unterschiedliche Tiere zu einem neuen Fabelwesen verschmelzen zu lassen.

Besonders anspruchsvoll

Ebenfalls zu dieser Thematik gehören zwei Metamorphose-Bilder, die die Verwandlung einer Frau einmal zu einem Schmetterling und ein anderes Mal zu einem bunten Papagei zeigt.

Besonders anspruchsvoll sind die Arbeiten der Kursteilnehmer des Wahlbereiches "Kunst". Hier entstanden im vergangenen Halbjahr unter der Leitung von Lehrerin Ulrike Laudert und mit Unterstützung des Künstlers Manuel Schröder Fotografien zum Thema "Lichter der Großstadt". Mit teils beeindruckendem Raumgefühl und ungewöhnlichen Perspektiven faszinieren die Bilder der Schülerinnen, die die Ratschläge und Hinweise des Künstlers als wertvolle Erfahrung wahrgenommen haben. "Es war interessant, mit einem Künstler zusammenzuarbeiten", sagt Sarah Meuer, die sich auch für ihr späteres Berufsleben eine Arbeit im Bereich Design vorstellen kann.

Mit verschiedenen Aufgaben wie beispielsweise "Umgebung erkunden" oder "Licht und Schatten" wurden die Schülerinnen in Teams mit einer Kamera bewaffnet nach draußen geschickt. Dabei entdeckten sie tolle Kontraste und bannten sie für die Ewigkeit, etwa ein völlig zerknittertes pinkes Plakat von der Rheinhauser Kirmes, das halb verdeckt unter Herbstlaub lag und das Jill Szypura in der Nähe der Schule aufgestöbert hatte.

(RP)
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