Nettetal: Neun Künstler zeigen ihre Werke

Nettetal : Neun Künstler zeigen ihre Werke

Bei einer Frühjahrsausstellung präsentieren Nettetaler ihre Gemälde und Skulpturen. Ungewöhnlich: Eine Industriehalle ist Ausstellungsort

"Normalerweise präsentieren die Aktiven der Kunstszene Nettetal immer am Ende des Jahres ihre Ateliers", erklärt Susanne Kurwig. Sie ist eine der Künstlerinnen und gehört außerdem zum Organisationsteam. Jetzt aber verzichten sie auf diese Atelierausstellung; stattdessen präsentieren neun Künstler ihre Werke bei der Frühjahrsausstellung "Kunst in der Halle".

Marianna arbeitet mit Drucktechnik. RP-Archiv: BSEN. Foto: Kalkhoff

Dem Konzept der Kunstszene Nettetal liegt zugrunde, das kreative Schaffen der örtlichen Künstler vorzustellen. Die Nettetaler Kunstszene hat sich dadurch in ihrer langjährigen Geschichte zu einer festen Größe entwickelt. "Die Kunstszene Nettetal ist ein lockerer Verbund Nettetaler Künstler, die sich zu Ausstellungen zusammenfinden", erklärt Bildhauer Gert Kampendonk, der ebenfalls dazu gehört.

Gert Kampendonk zeigt neue und ältere Skulpturen. Foto: jobu

Doch die Vorbereitung war nicht einfach: "Es war schwer, einen geeigneten Ort für die Ausstellung zu finden", berichtet Kampendonk. Die Organisatoren haben dann aber in der Halle des ehemaligen Textilunternehmens Longlife doch einen Ausstellungsort gefunden. "Alle Künstler der Kulturszene Nettetal haben sich die Halle angeschaut. Manche haben daraufhin für die Ausstellung zugesagt, manche abgesagt", sagt Kurwig über diesen recht speziellen Ausstellungsort. "Die Industriehalle ist zurzeit auch in Betrieb. Für die Zeit unserer Ausstellung wird sie aber frei gehalten", ergänzt Kampendonk. Die Halle werde so hergerichtet, sagt Kurwig, dass die Künstler ihre Bilder an der 40 Meter langen Wand aufhängen und ihre Skulpturen im Raum aufstellen können.

Sechs Künstler kommen aus der Sparte Malerei, drei präsentieren Skulpturen. Susanne Kurwig lässt farbige Tücher herabhängen, die der Halle die Höhe nehmen, auf ihren abstrahierten Bildern erkennt man die Anregung durch Formen aus der Pflanzenwelt. Abstrakte Gemälde stellt Barbara Rütten vor. Hans-Gerd Lamers präsentiert fotorealistische Bleistiftzeichnungen. Von Marianna Kalkhof sind Werke zu sehen, bei denen sie mit Styropordruck arbeitet. Bevorzugt arbeitet sie mit der Farbe Grau und auf Stoffbahnen. Birgit Porta zeigt großformatige Porträts, Dieter Wedekind Landschaftsbilder.

Marile Heinen präsentiert Skulpturen in amorphen Formen aus Ton, deren Beschaffenheit erinnert an totes Holz, Baumrinde oder Wurzeln. Gert Kampendonk zeigt neue Glasarbeiten und zwei ältere Skulpturen mit Bezug zum Braunkohletagebau Garzweiler und zum Abriss des Immenrather Doms. Manfred Mangold stellt kleinere Stein-Skulpturen aus.

Info Interessierte können die Ausstellung in der Halle der ehemaligen Firma Longlife, Niedieckstraße 47 in Lobberich, besuchen an den Samstagen, 26. Mai und 2. Juni, von jeweils 15 bis 19 Uhr und an den Sonntagen, 27. Mai und 3. Juni, von jeweils 13 bis 19 Uhr.

(busch-/mh)
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