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Duisburg: Eine Feier aus dem Reich der Mitte

Duisburg : Eine Feier aus dem Reich der Mitte

Das chinesische Frühlingsfest, das zum dritten Mal in Folge in der Mercatorhalle gefeiert wird, läutet für Chinesen das neue Jahr ein. Das Fest ist ein Zeichen dafür, dass sich Duisburg und China immer mehr annähern.

Duisburg und China verbindet eine Menge. Die Städtepartnerschaft mit Wuhan besteht seit 1982. Zudem haben sich mittlerweile über 30 Firmen aus dem Reich der Mitte in Duisburg angesiedelt - Tendenz steigend. Das Frühlingsfest am 3. Februar in der Mercatorhalle soll dazu beitragen, dass die vielfältige chinesische Kultur in Duisburg greifbar wird und, dass sich die verschiedenen Länder weiterhin verstehen lernen.

Für Chinesen hat das Fest eine weitere wichtige Bedeutung: Nach ihrem Kalender läutet es das neue Jahr ein und ist wichtigster Feiertag des Landes. Ende des Monats löst in der Folge der chinesischen Tierkreiszeichen somit der Hahn den Affen als Symbol ab. Dieser soll laut der chinesischen Astronomie für Witz, Mut und Lebensfreude stehen.

Das Fest, das von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und dem Konfuzius-Institut Metropole Ruhr der Universität Duisburg-Essen ausgerichtet wird, hat in Duisburg schon Tradition. Bevor es vor drei Jahren das erste Mal in großem Stil in der Mercatorhalle veranstaltet wurde, hatten Studenten ein vergleichbares Fest in kleinem Rahmen organisiert. Sie bleiben eine sehr wichtige Zielgruppe für die Feier, denn in Duisburg besuchen rund 2400 Chinesen die Universität. In keiner anderen deutschen Stadt ist die Zahl höher. Knapp 1400 Chinesen haben sogar ihren festen Wohnsitz im Duisburger Stadtgebiet.

Oberbürgermeister Sören Link hofft, dass in diesem Jahr noch mehr Besucher in die Mercatorhalle strömen. "Wir wollen zeigen, dass die vielfältige chinesische Kultur auch in Deutschland sichtbar ist", so Link. Duisburg sei zudem auf einem guten Weg, sich zu der China-Stadt in NRW schlechthin zu mausern.

Dazu trage auch das Frühlingsfest bei, dass zahlreiche deutsche und chinesische Besucher aus der Umgebung anlocken soll. "Mittlerweile ist das Fest in Duisburg das größte seiner Art in der ganzen Region", so Susanne Löhr, Geschäftsführerin des Konfuzius-Institus und Organisatorin des Festes.

Im Foyer der Mercatorhalle wird es ab 15 Uhr ein buntes Programm geben. Die Besucher können viele interessante Dinge über die fernöstliche Kultur lernen - zum Beispiel die zeremonielle Zubereitung von Teesorten, chinesische Kalligraphie oder Kungfu zum Mitmachen. "Ich freue mich sehr, dass viele lokale Akteure aus Duisburg dabei sind", so Löhr.

Unter anderem wird der Tischtennisverein Hamborn ein Turnier ausrichten. "Wir haben das Nachmittagsprogramm im letzten Jahr erprobt und es wurde sehr gut angenommen", sagt Löhr. "Wir wollen damit vor allem junge Menschen ansprechen."

Ein besonderer Höhepunkt wird in diesem Jahr die Gala im kleinen Saal der Halle sein: Ab 18 Uhr werden Studenten der Universität moderne Kultur von China zeigen. Sie werden tanzen, singen und ein Theaterstück präsentieren. Zudem haben die Studenten eine Tombola vorbereitet - der Hauptpreis ist ein Flugticket und eine Reise nach China. Im Anschluss tritt ein 34-köpfiges Ensemble aus Ningxia, einer Region im Nordwesten von China auf. Die Yinchuan Arts Theatre Group befindet sich momentan auf Tournee und wird ihren letzten Europa-Auftritt in der Mercatorhalle haben. Im Kollektiv werden die professionellen Künstler traditionelle Akrobatik sowie Tanz, Gesang und Musik performen.

Neu ist auch das Feuerwerk auf dem König-Heinrich-Platz, das für 21.45 Uhr vorgesehen ist. "Wir zeigen eine Bandbreite an chinesischer Kultur", erklärt Susanne Löhr, "jeder Besucher kann selbst aussuchen, welchen Teil des Landes er erfahren möchte."

(jlu)