Wersten: Dynamo Wersten ist fit fürs Stadtradeln

Wersten : Dynamo Wersten ist fit fürs Stadtradeln

Das Team startet am 17. Juni wieder beim Stadtradeln. Drei Wochen fahren dutzende Teams auch in Düsseldorf wieder Kilometer um Kilometer. Am Ende gibt es Preise für die Sieger. Das Stadtteil-Team sucht weitere Mitfahrer.

92 Teilnehmer traten im vergangenen Jahr bei der Aktion Stadtradeln für Dynamo Wersten in die Pedale. "Ich glaube, wir können dieses Jahr noch mehr schaffen", sagt Initiatorin Emma Haker. "Wer mag, kann mitmachen. Wir freuen uns sehr über Verstärkung", sagt sie. Mit 23.888 Kilometern belegten die Radler von Dynamo Wersten 2017 beim Stadtradeln in Düsseldorf in der Kategorie Stadtteil-Teams den ersten Platz. Dass jeder Kilometer ein guter Kilometer ist, diese Devise spornte das gesamte Team an. "Für dich, dein Team, deine Stadt" heißt diesmal das Motto für die Stadt Düsseldorf. Die Idee dazu stammt übrigens von Emma Haker.

Alle Interessierten sind zum Stadtradeln willkommen. Das Stadtteilteam in Wersten ist jetzt schon bunt gemischt. Von fünf bis über 80 Jahre sind Radfahrer bei Dynamo Wersten vertreten. Martin Thomassen zählt die Strecke zu seinem Arbeitsplatz und für seinen Sohn die Kilometer zum Kindergarten: "Man kann ganz neue Fahrradstrecken entdecken und die Kinder machen auch gerne mit", sagt er. Auch Astrid Peine nutzt regelmäßig ihr Fahrrad für den Arbeitsweg. "Dreimal pro Woche rund 13 Kilometer", sagt sie. Allerdings muss sie mitten durch den Berufsverkehr, passiert die Kölner Straße, Oberbilk und kennt brenzlige Situationen am Worringer Platz. "Es ist oft schwierig in einer Autofahrerstadt", sagt sie. Eine Erfahrung, die die anderen im Team teilen. Obwohl sich schon Einiges in Düsseldorf getan hat, kann jeder auf Anhieb Passagen nennen, die schwierig zu befahren sind oder Radwege, die ins Leere laufen. "Wir können als Gruppe mehr erreichen", ist sich Astrid Peine mit Blick auf die Zukunft des städtischen Radverkehrs sicher.

Für Dynamo-Wersten-Initiatorin Emma Haker ist das Stadtradeln eine willkommene Gelegenheit, auf den Radverkehr in der Stadt aufmerksam zu machen. "Mittlerweile wird das Thema stärker wahrgenommen", sagt sie. 2014 startete sie mit 24 Teilnehmern das Dynamo-Wersten-Team. Sie wird in den nächsten drei Wochen das Team motivieren und verschickt beispielsweise regelmäßig E-Mails. "Es macht Spaß, man lernt nette Leute kennen und man guckt, wie weit fahre ich", sagt sie. Die sportlichen Aspekte sind neben umweltfreundlichem Verhalten für viele Mitradler wichtig. "Ich bin sogar schneller auf der Arbeit", sagt Markus Pass, der immerhin 18 Kilometer bis zu seinem Arbeitsplatz fährt. Dass sie sich morgens fitter fühlen oder nach der Arbeit besser abschalten, halten die Dynamo Wersten Radler für weitere unschlagbare Argumente.

Drei Wochen lang bietet das Stadtradeln ihnen außerdem im Sommer den Anreiz, etwas mehr als sonst üblich zu fahren. "Mein persönliches Ziel ist es, mehr als 2017 zu fahren", sagt Martin Thomassen. Der Durchschnitt im Team lag nach drei Wochen bei je 259 gefahrenen Kilometern. Sein Teamkollege Martin Pass verrät, dass er auch nachschaut, wie viele Kilometer die anderen zurücklegen: "Das spornt mich an." Mittlerweile hat das Dynamo-Wersten-Team neben dem klassischen Stadtradeln, das jeder individuell gestalten kann, weitere Aktivitäten im Angebot. "Wir organisieren gemeinsame Fahrradtouren und haben uns schon zu einer kleinen Siegesfeier getroffen", sagt Emma Haker.

Daraus entstehen auch neue persönliche Kontakte. Und weil das Stadtradeln gemeinsam viel Spaß macht, hofft sie auf weitere Teilnehmer, die sich im Onlineportal für Dynamo Wersten anmelden können. Gut fände sie zudem, wenn noch mehr Stadtteilteams an den Start gingen, wenn am 17. Juni das diesjährige Stadtradeln in Düsseldorf beginnt. Unter 620 Kommunen belegte die Landeshauptstadt 2017 Platz drei. Teilgenommen hatten 206 Teams mit 6444 Radlern.

(sime)
Mehr von RP ONLINE