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Wersten: Festgottesdienst der besonderen Art

Wersten : Festgottesdienst der besonderen Art

Die evangelische Gemeinde in Wersten feiert morgen den 60. Geburtstag ihrer Stephanuskirche.

An Pfingsten wird in der evangelischen Kirchengemeinde gerne gefeiert: 1992 etwa war es die Einweihung des Stephanushauses und der gemeindeeigenen Kita an der Wiesdorfer Straße, in diesem Jahr steht der 60. Geburtstag der Stephanuskirche im Vordergrund. Am morgigen Pfingstsonntag haben Pfarrer Christian Nell-Wunsch und Prädikantin Heidi Reich ab 10.30 Uhr in der Kirche einen besonderen Gottesdienst vorbereitet.

 Und so sieht die Kirche heute aus, wenn sie ins Sonnelicht getaucht und mit Fahnen schmückt ist.
Und so sieht die Kirche heute aus, wenn sie ins Sonnelicht getaucht und mit Fahnen schmückt ist. Foto: Nell-Wunsch

Los geht es mit einem gemeinsamen Ständchen der Kirchenbesucher für das 60 Jahre alte, ehrwürdige Haus. Im Anschluss wünschen sich Nell-Wunsch und Reich, dass die Gottesdienstteilnehmer das Mikrofon ergreifen und persönliche Glückwünsche überbringen. Dabei geht es natürlich auch zentral um die Frage, was jedem selbst das Gotteshaus und vor allem das Miteinander in der Werstener Gemeinde bedeutet. Aber natürlich wird es auch noch historisch. Mehrere Zeitzeugen haben sich bereiterklärt, Christian Nell-Wunsch und Hedi Reich als Interviewpartner zur Verfügung zu stehen und aus der 60-jährigen Geschichte des Hauses zu berichten. An den Wänden gibt es Fotos aus vielen Jahrzehnten zu bestaunen. Wie so viele Kirchen in Düsseldorf wurde auch die Stephanuskirche gebaut, als durch den Zustrom von Menschen in den Westen Deutschlands, die Zahl der Gläubigen in den Gemeinden wuchs.

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1947 verließen die Werstener den Gemeindeverbund mit Eller, den man 1904 eingegangen war und wurde mit seinen damals rund 6000 Gläubigen selbstständig. Seit 1911 fand das Gemeindeleben rund um den neu erbauten Betsaal an der Wiesdorfer Straße statt, der viele Jahre Kirche und Gemeindehaus in einem war. Grundsteinlegung für die zentrale Stephanuskirche an der Wiesdorfer Straße war am 21. Juli 1957. In der beigelegten Urkunde wird der "Dienst der Liebe - besonders an den von uns immer noch getrennten Brüdern und Schwestern in der Ostzone" erwähnt. Bereits ein Jahr später konnte das Gotteshaus feierlich in den Betrieb genommen werden. Gemeindemitglied Gisela Körber schrieb 1997 in der Festschrift "50 Jahre Gemeinde Wersten" auch über das Aufbruchjahr 1957: "Nur eins fehlte noch: eine richtige Kirche. Auch dieser Wunsch blieb nicht ein Traum. Ein Grundstück war bald gefunden, und dann gingen sie alle ans Werk: die Pfarrer und ihre Mitarbeiter, der Architekt und die Handwerker, der Orgelbaumeister und die Künstler, die für die Ausgestaltung nach liturgischen Gesichtspunkten sorgten. Seit 1958 haben die Werstener ihre Stephanuskirche."

Was das genau bedeutet, das können die Festgottesdienstbesucher morgen selbst erkunden: Nach dem offiziellen Teil sind Führungen in die Krypta und die Sakristei möglich. Gemeinsam soll im hinteren Teil der Kirche die eigens hergestellte Geburtstagstorte angeschnitten und zum Stück Kuchen ein Glas Sekt oder Orangensaft gereicht werden. Da schönes Wetter angekündigt ist, sollen auch ein paar Stehtische nach draußen gestellt werden, um das zu feiern, was damals wie heute Kirche ausmacht: das Miteinander.

(rö)