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Studie der Hochschule Düsseldorf untersucht ehrenamtliches Engagement in Rath.

Ehrenamtler in Düsseldorf : Studie beleuchtet das Ehrenamt in Rath

Ein Ziel ist es herauszufinden, welche Hürden Menschen daran hindern, sich ehrenamtlich einzusetzen. Zurzeit finden dazu Umfragen statt.

Im Stadtteil Rath ist ein vom Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes dreijähriges Hochschulprojekt gestartet. Unter der Leitung der Professorin Anne van Rießen soll erforscht werden, ob und in welchen Formen in Rath ehrenamtliches Engagement stattfindet und welche Hürden es gibt, die Bürger daran hindern, ein Ehrenamt wahrzunehmen.

So haben zahlreiche Forschungsarbeiten ergeben, dass sozial benachteiligte Bürger weniger engagiert sein sollen. Dieses Bild kann allerdings auch verfälscht sein, denn bei den bisherigen Untersuchungen ging es in der Regel immer um institutionelles Ehrenamt, also ein Engagement, das über eine Einrichtung wie Kirchen oder Vereine erfolgte. Unbeachtet blieben bislang dagegen die Personen, die sich alleine oder in Gruppen selbständig organisieren, also beispielsweise Nachbarschaftshilfe leisten. Das Problem dabei ist, dass dieses Engagement nicht erfasst wird und die Ehrenamtlichen somit auch kaum oder keine gesellschaftliche Anerkennung erfahren.

Um herauszufinden, welche Formen von ehrenamtlichem Einsatz im Stadtteil existieren, werden von Mitarbeitern der Hochschule Umfragen durchgeführt. Dabei sollen die Befragten beispielsweise Auskunft darüber geben, wie sie ihre Nachbarschaft erleben, was sie gut finden und was sie stört. Gefragt wird auch, an wen sich die Menschen wenden, wenn sie Hilfe benötigen und ob sie selbst Unterstützung leisten. Die Ergenisse der Studie werden später in der Bezirksvertretung 6 vorgestellt.

Die Befragungen finden auf der Straße und in Einrichtungen wie dem Rather Familienzentrum statt. Zudem wurde in der Frobenstraße 5 ein Büro angemietet, in dem die Interviews durchgeführt werden. Dieses kann montags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 16 bis 19 Uhr von allen Bürgern aufgesucht werden. Für Terminvereinbarungen stehen der wissenschaftliche Mitarbeiter Christian Funk, Telefon 0211 43513522, und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lisa Scholten, Telefon 0211 43513365, zur Verfügung.