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Initiative kämpft für Verbesserungen in Grafenberg

Geibelstraße Grafenberg : Kein Handlungsbedarf an der Geibelstraße

Verwaltung lehnt Tempolimit und Verlängerung der Grünphasen an der Ecke Vautierstraße ab.

Mitglieder der Bürgerinitiative „Ja zur Geibelstraße“ kämpfen seit sechs Jahren um Verbesserungen innerhalb der Grafenberger Wohnstraße und haben in der Bezirksvertretung 7 konkrete Forderungen gestellt. So sei die Mittelinsel an der Kreuzung Geibel-/Vautierstraße viel zu schmal, Mütter müssten ihren Kinderwagen zum Beispiel schon quer stellen, um nicht angefahren zu werden – zumal die Ampel allenfalls fünf Sekunden Grün zeige, man es daher höchstens bis zur Querungsinsel schaffe.

Außerdem sei die Ecke Schubert-/Geibelstraße trotz absolutem Halteverbot ständig zugeparkt. Das Tempo-30-Schild sei darüber hinaus, von der Graf-Recke-Straße kommend, kaum zu erkennen. Nicht zuletzt: Rechtsabbieger, die von der Vautier- in die Geibelstraße einbiegen, würden fast immer viel zu schnell fahren. Die SPD hatte die Anregungen aufgenommen und ein Prüf-Paket an die Verwaltung geschickt. Und die hat jetzt Stellung bezogen. Das Ergebnis dürfte die Anwohner der Geibelstraße wenig erfreuen.

Die Prüfung einer Verbreiterung der Mittelinsel habe ergeben, dass aufgrund der Verkehrsbedeutung und -menge auf der Vautierstraße ein Verlängern der Grünzeiten der Ampelanlagen an der Geibelstraße nicht umsetzbar ist. Diese sei zudem gekoppelt mit allen anderen Ampelschaltungen auf der Strecke bis zum Staufenplatz, die alle angepasst werden müssten.

Die Tempo-30-Beschilderung an der Geibelstraße sei schon seit 2015 beidseitig vorhanden. Eine aktuelle Überprüfung hat laut Stadt ergeben, dass die Zeichen weder verschmutzt noch zugewachsen sind und für den Autofahrer aus allen Fahrtrichtungen sehr gut erkennbar sind. Ergänzend fügt das Amt für Verkehrsmanagement hinzu, dass aus Fahrtrichtung Vautierstraße vor der Spur in die Geibelstraße ein „Vorhinweis“ auf querende Fußgänger bestehe. Nicht zuletzt sei das Zeichen „Anlieger frei“ an der Einmündung gesetzt, auf der Fahrbahn seien deutliche „30“-Piktogramme aufgetragen und vor der Schubertstraße weise ein Zeichen „Achtung Kinder“ auf querende Kinder hin.

Zu den beschriebenen Tempoüberschreitungen heißt es, dass eine Geschwindigkeitsanalyse durchgeführt worden sei. Hierbei seien unauffällige 33 Stundenkilometer gemessen worden, die von 85 Prozent der Autofahrer nicht überschritten wurden. Insofern werde hier momentan kein weiterer Handlungsbedarf gesehen. Dennoch werde die Verkehrssituation aber auch weiterhin beobachtet. Zu der Parksituation an der Ecke Schubertstraße hat die Verwaltung keine Angaben gemacht.

(arc)