Picknick in Grafenberg : Bürgerverein feiert stimmungsvolles Picknick im Ostpark

Ursprünglich war es ja geplant, dass der Bürgerverein Grafenberg sein jährliches Sommerfest auf der Galopprennbahn feiert. Auch, um ein wenig für die Ausweitung der Stadtteilgrenzen zu werben, einem Herzensanliegen des Vereins, der findet, dass vieles, was gefühlt zu Grafenberg gehört, tatsächlich anderen Stadtteilen zugeschlagen wird.

Das mit der Rennbahn hat dann zwar nicht, geklappt, mit dem Ostpark wurde aber eine schöne Ersatzlösung gefunden. Und die Sache mit „Groß-Grafenberg“ ist auch nicht ad acta gelegt. Der Vorsitzende Reinhard Naujoks will im Juli eine Fragebogenaktion durchführen und so weiter um Sympathisanten buhlen.

Von „Groß-Grafenberg“ ist jetzt nicht mehr die Rede, der künftige Slogan lautet bescheidener: „Grafenberg, ein Name, ein Begriff, ein Stadtteil“. Zentrale Forderung: „Der Bürgerverein Grafenberg strebt einen Antrag an den Rat der Stadt Düsseldorf an, die Stadtteilgrenzen so zu verändern, dass die Gebiete, die als Grafenberg empfunden, üblicherweise so bezeichnet werden oder historisch einmal dazu gehörten, auch offizieller Teil Grafenbergs werden.“

Das war ein Thema beim Picknick im Ostpark, bei dem viele Grafenberger es sich auf der großen Wiese auf Decken oder an Biertischen gemütlich gemacht hatten, aber natürlich gab es zwischen Kaffee- und Eiswagen auch andere. Etwa die Gartenlust am Fuße des Grafenberger Waldes oberhalb des Jan-Wellem-Brunnens nach den Plänen von Maximilian Friedrich Weyhe wiederherzustellen.

Die dafür eingeforderte Unterschutzstellung können sich die Mitglieder des Fördervereins Jan-Wellem-Brunnen aber abschminken, wie Hans-Joachim Wuttke erklärt: „Nicht denkmalwürdig, seit 1819 seien zu viele Veränderungen vorgenommen worden.“ Dennoch sei das Gartenamt bereit, das Waldstück zumindest unter Gesichtspunkten des Naturschutzes wieder aufzuwerten, „aber das wird dauern, da müssen erst mal die Zuständigkeiten geklärt werden“, so Wuttke.

Auch bei der dringend erforderlichen Sanierung der Rückwand des Brunnens ist wohl Geduld gefragt. „Das wird eher eine Aufgabe für kommende Generationen“, sagt Wuttke schon ein wenig resigniert.