Grafenberg: Es bleibt zappenduster auf dem "Grafenberger Deckel"

Grafenberg: Es bleibt zappenduster auf dem "Grafenberger Deckel"

Ausleuchtung eines Teilstücks, das in der Nacht im Dunkeln liegt, wird von Stadt und Politik wegen "Lichtverschmutzung" abgelehnt.

Die einen nennen ihn Damm, die anderen Deckel, jedenfalls ist der breite Grünstreifen, der einst zwischen Staufenplatz und Mörsenbroicher Weg über der ratternden Güterzugstrecke angelegt wurde, äußerst beliebt bei Joggern und Spaziergängern, vor allem bei denen mit Hund. Aber die grüne Oase am Tag wird in der Dunkelheit schnell zum Angstraum - zumindest auf dem letzten Stück bis zum Mörsenbroicher Weg. Denn bis zum Tennisclub Rot-Weiß spenden Straßenlaternen Licht, die letzten 150 Meter ist es jedoch zappenduster. Dass die Leuchten auf dem unteren Weg nicht weitergeführt werden können, sehen auch die Anwohner ein, denn ab dieser Stelle beginnt Geschosswohnungsbau, und in den oberen Etagen dürfte eine Flutlichtatmosphäre im Wohnzimmer nur die wenigsten erfreuen. "Aber es gibt ja auch einen oberen Weg. Und in Höhe des Parkplatzes an der Ernst-Poensgen-Allee könnte man gut ein, zwei Laternen aufstellen, um für ein bisschen Licht zu sorgen. Das wäre gerade im Winter, wenn es früh dunkel wird, zwingend erforderlich", sagt eine Anwohnerin.

Ein entsprechender Antrag der FDP wurde in der Bezirksvertretung 7 jedoch mehrheitlich abgelehnt. Eva Mörger (Grüne) hält von der Idee nichts: "Das wäre eine Lichtverschmutzung und würde unnötig die nachaktiven Tiere stören." Das sah Hanno Bremer (CDU) genauso: "Man muss in der Nacht nicht alles beleuchten. Man kann genauso über die Ernst-Poensgen-Allee gehen, wenn es dunkel wird."

Auch das Gartenamt lehnt eine Beleuchtung ab: "Der Grünweg dient einerseits zur Erholung der Menschen und andererseits als Rückzugsraum für Tiere. Zum Schutz der Natur werden Grünwege nur in begründeten Ausnahmefällen, etwa zur Schulwegsicherung, beleuchtet", so ein Sprecher.

(arc)