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Grafenberg: Der Marktplatz für Grafenberg kommt

Grafenberg : Der Marktplatz für Grafenberg kommt

Die Bezirksvertretung 7 will Bürger und Geschäftsleute bei der Konzeption am Kopf der Geibelstraße einbinden.

Einstimmig wurde der Antrag zur Errichtung eines Marktplatzes an der Ecke Geibelstraße und Grafenberger Allee am Ende in der Bezirksvertretung 7 auf den Weg gebracht. Gestellt hatte ihn Joachim Heuter von der SPD, der das Thema in den vergangenen zwei Jahren vorangetrieben hatte, übernommen wurde jedoch der Begründungstext aus dem Änderungsantrag der CDU - weil er ergebnisoffener war, verschiedene Prüfaufträge an die Verwaltung beinhaltete und dort letztlich auch deutlicher formuliert wurde, dass Bürger wie Geschäftsleute bei der Erstellung einer Konzeption mitwirken sollen. Denn schon der erste Anlauf Heuters 2016 brachte nicht nur Zustimmung. Insbesondere die Geschäftsleute an der Ecke hatten Angst vor der geplanten Sackgasse, befürchteten, abgeschnitten zu werden vom Durchgangsverkehr an der Grafenberger Allee und den Wegfall von Parkplätzen.

Heuter will vor allem eine Wiederbelebung des Stadtteils, dass Grafenberg endlich so etwas wie einen zentralen Treffpunkt erhält, der auch einem Wochenmarkt Platz bieten könnte. Die (dann auf Schritttempo reduzierte) Geibelstraße soll dafür ab der Hausnummer 83 aufgepflastert werden. Von der Sackgassen-Idee hat er sich verabschiedet, stattdessen soll auf der Westseite eine Durchfahrt im Bereich der dann wegfallenden Parkplätze gewährleistet bleiben. Eine Abfrage bei der Verwaltung habe ergeben, dass mit Kosten in Höhe von 100.000 Euro zu rechnen sei.

Einer Aufwertung Grafenbergs wolle er sich nicht verschließen, sagte Hanno Bremer (CDU), jedoch habe er im Vorfeld der Sitzung viele Mails erhalten, "zwei Drittel dieser Personen lehnen das Vorhaben ab". Daher sei es wichtig, mit den Anliegern gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten, das Marktamt zu fragen, ob ein Wochenmarkt überhaupt genehmigungsfähig ist. Auch gelte es, zu bedenken, dass ein Teil des betroffenen Grundstücks in privatem Besitz ist.

Unruhe gibt es auf der Geibelstraße jedoch auch in anderer Hinsicht. Seit sechs Jahren kämpften die Mitglieder die Bürgerinitiative "Ja zur Geibelstraße" nun schon für Verbesserungen vor der Haustür, sagte einer der Betroffenen, der Rederecht in der Sitzung erhielt. Konkret geht es um folgende Punkte, die alle auch in einen SPD-Antrag übernommen wurden, der einstimmig an die Verwaltung zur Prüfung übersandt wurde. Querung Vautierstraße Problem: Die Mittelinsel an der Kreuzung Geibel-/Vautierstraße ist zu schmal, Mütter mit Kinderwagen müssten diesen schon quer stellen, um nicht angefahren zu werden. Die Ampel ist jedoch so geschaltet (fünf Sekunden Grün), dass man es nur bis zur Insel schafft; Lösung: die Ampelschaltung anpassen (15 Sekunden). Parken Schubertstraße Problem: Die Ecke Schubert-/Geibelstraße ist trotz absolutem Halteverbot ständig zugeparkt; Lösung: die Fläche abschraffieren, mehr Kontrollen. Graf-Recke-Straße Problem: Von der Graf-Recke-Straße kommend ist das Tempo-30-Schild kaum zu erkennen; Lösung: Schild muss versetzt werden. Einfahrt von der Vautierstraße Rechtsabbieger, die von der Vautierstraße in die Geibelstraße einbiegen, fahren fast immer viel zu schnell; Lösung: noch offen.

(arc)