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Benrath: Kuscheltiere für die Flüchtlingskinder

Benrath : Kuscheltiere für die Flüchtlingskinder

Bei der Spielzeug- und Kleiderbörse der Frauengemeinschaft in St. Cäcilia ging es diesmal umgekehrt zu. Spendenfreudige gaben sich die Klinke in die Hand und brachten kartonweise Spielzeug und Kleidungsstücke.

Im Saal des Cäcilienstifts stapeln sich längs der Fensterseite massenhaft überquellende Säcke und Kartons - vollgestopft mit Kleidung, Schuhen und netten Dingen, die Kinderherzen höher schlagen lassen. Aus einem Plastiksack linst ein rosa Einhorn hinter einer getigerten Plüschkatze, daneben lagern Kinder-Rucksäcke und Bälle. Eine CD vom Rentier Rudolph liegt auf einem Stapel Bücher - sogar ein Skate-Board und ein Fahrrad für die allerersten Versuche werden demnächst Kinder beglücken, die bisher alles andere als Glück in ihrem jungen Leben hatten.

"Wir erfahren durch unsere Kirchengemeinde und die Caritas von der Flüchtlingsbetreuung und wollten nicht lange reden, sondern einfach etwas tun", erklärt Diana Brenneke. So bat die kfd Benrath (Katholische Frauengemeinschaft der Kirchengemeinde St. Cäcilia) um Spenden für Flüchtlinge; und am Samstagvormittag geben sich Spendenfreudige in der Paulistraße die Klinke in die Hand.

"Wir haben speziell um Frauenkleidung, Kinderkleidung, Spielzeug und Erstausstattung gebeten, um einen Bezug zu unserer Frauengemeinschaft herzustellen", erklärt die Vorsitzende, die selbst ein wenig verblüfft ist über die überwältigende Resonanz.

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Wie am Fließband wandern Behälter über den Tisch, die anschließend im Akkord von Diana Brenneke und ihren Mitstreiterinnen Maria Domingues und Inge Pohler - ebenfalls von der kfd - vorsortiert werden.

"Ich tue mich schon schwer damit, Sachen abzugeben", verrät Sandra Palmen ehrlich. Für sie seien mit der Kleidung ihrer Tochter Erinnerungen verbunden, zum Beispiel, zu welchem Anlass sie das Kleidungsstück getragen habe. "In einen Kleidercontainer könnte ich die Sachen aber nicht geben", ergänzt sie energisch. Doch für die Flüchtlinge sei das etwas anderes. "Vielleicht treffe ich die Jacke ja auf der Straße in Benrath irgendwann wieder", meint sie amüsiert. Ihre dreijährige Tochter Lina habe sich freiwillig von vier Bällen getrennt, nachdem sie erklärt bekam, dass es für Kinder sei, die überhaupt kein Spielzeug besäßen.

"Am Montag holt der Caritas-Service die Sachen ab und bringt sie in ein größeres Depot. Von dort aus werden sie dann weiter verteilt direkt an Flüchtlinge oder Organisationen, die sich darum kümmern", konkretisiert Diana Brenneke den logistischen Weg zu den Empfängern.

Ansonsten, so Brenneke, gäbe es noch viele Fragezeichen für weitere Hilfen und Aktionen. Es sei nicht klar, ob nun Mütter, Familien oder Alleinstehende nach Benrath kämen. "Wir lassen das jetzt auf uns zukommen, mal sehen wie es sich weiter entwickelt", erklärt die engagierte Spendensammlerin.

(RP)