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Lokalsport: Källberg übertrifft die Erwartungen

Lokalsport : Källberg übertrifft die Erwartungen

Die fünf Borussen im WM-Check: Der 19 Jahre alte Schwede wird erst vom Weltranglisten-Ersten Ma Long gestoppt. Hingegen erreicht sein schwedischer Landsmann Kristian Karlsson seine selbstgesteckten Ziele nicht.

Der deutsche Tischtennis-Rekordmeister Borussia hat fünf Spieler im Kader, alle fünf waren bei der Weltmeisterschaft in den Düsseldorfer Messehallen dabei. Für Timo Boll (Weltrangliste 8) lief es so wie erwartet. Im Einzel und Doppel war gegen die hochfavorisierten Chinesen Schluss. Stefan Fegerl (WR 21) Kristian Karlsson (WR 23), Anton Källberg (WR 97) und Borussias Standby-Spieler Sharath Kamal Achanta (WR 54) gab es positive und auch negative Überraschungen. Die RP zieht im Vergleich mit den Zielsetzungen der Borussen Bilanz.

Stefan Fegerl: "Bei der vorigen Weltmeisterschaft habe ich die Runde der besten 32 erreicht. Das war ganz gut. Das möchte ich auf jeden Fall wiederholen und vielleicht sogar ins Achtelfinale einziehen. Das ist ein machbares Ziel."

Der Österreicher legte im Einzel eine Punktlandung hin. Nach Siegen über den Ägypter Lashin El-Sayed (4:1) und den Slowenen Bojan Tokic (4:3) kam in der Runde der letzten 32 das Aus für den Borussen. Der Koreaner Jeong Sangeun (WR 55) setzte sich mit 4:2 (10:12, 11:8, 11:6, 9:11, 11:5, 11:1) durch. Der Koreaner diktierte mit seinen knallharten Schlägen weitgehend das Geschehen. Ab Satz fünf spielte sich Jeong in einen Spielrausch. "Leider habe ich den ersten Satz nach 10:7 noch verloren, diesem Rückstand bin ich immer hinterher gelaufen. Mit Fortdauer wurde sein Druck immer größer. In den letzten beiden Sätzen fand ich einfach keine Antwort auf seine Schläge", analysierte Fegerl. Im Doppel an der Seite des Portugiesen Joao Monteiro (WR 49), setzte es direkt in Runde eins gegen Nima Alamian (WR 128) und Noshad Alamiyan (WR 76) eine unerwartete 1:4-Niederlage.

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Kristian Karlsson: "Realistisch ist die Runde der letzten 32. Die Runde der letzten 16 zu erreichen, ist mein Ehrgeiz."

Karlsson hat seine selbstgesteckten Ziele nicht erreicht. Der Schwede scheiterte bereits in der 128 Spieler umfassenden ersten Runde an Liao Cheng-Ting (WR 100) mit 1:4 (9:11, 7:11, 10:12, 11:9, 9:11). Im Doppel an der Seite seines Namensvetters und Landsmanns Mattias Karlsson (WR 27) lief es besser. Die Karlssons bezwangen Darko Jorgic/Bojan Tokic (Slowenien) und Pär Gerell/Anton Källberg jeweils mit 4:1, bevor sie an den späteren Halbfinalisten Koki Niwa (WR 11)/Maharu Yoshimura (WR 30) aus Japan knapp mit 3:4 scheiterten.

Anton Källberg: "Mein Ziel ist es, zuerst die Qualifikation zu überstehen. Danach ist jeder Sieg ein großer Erfolg. Ich denke nur von Spiel zu Spiel."

Im Einzel musste der 19-Jährige Schwede dreimal denken. Er überstand die Qualifikation und Runde eins des Hauptfeldes. Gegen den Inder Soumyjit Ghosh (WR 83) setzte sich der Borusse sicher mit 4:2 Sätzen durch. Dann allerdings war der Weltranglistenerste Ma Long ein noch unüberwindliches Hindernis. Källberg spielt zwar furchtlos auf und sorgte für ein nachdenkliches Gesicht beim Weltmeister, zum Sieg reichte es aber nicht. 2:4 (11:4, 5:11, 6:11, 4:11, 11:8, 9:11) hieß es am Ende. Im Doppel mit Landsmann Pär Gerell (WR 44) musste Källberg die Überlegenheit der beiden Karlssons anerkennen.

Sharath Kamal Achanta: "Möglicherweise ist das meine letzte WM. Da möchte ich noch mal zeigen, was in mir steckt und alle Tricks auspacken, die ich in der Tasche habe."

Er war zunächst gegen den Spanier Jesus Cantero (WR 132) und den Ukrainer Lei Kou (WR 24) siegreich, bevor er sich dem Chinesen Gaoyuan Lin (WR 40) mit 2:4 beugen musste. Im Doppel scheiterte Borussias Inder zusammen mit Landsmann Gnanasekaran (WR 125) in Runde zwei an Timo Boll/Ma Long.

(RP)