Demonstration: Proteste an der Kö gegen Tierversuche

Demonstration : Proteste an der Kö gegen Tierversuche

Rund 100 Menschen demonstrierten trotz schlechten Wetters in der Stadtmitte. Eine geplante Fackelmahnwache fiel nach einem Gespräch mit der Polizei jedoch aus.

Bei Regen und Hagel haben rund 100  Frauen und Männer an einem Demonstrationszug an der Kö teilgenommen, um auf das Leid von Versuchstieren hinzuweisen. Aufgerufen hatte die Tierrechtsorganisation „Die Eulen“, die eigentlich auch eine Fackelmahnwache veranstalten wollte. „Ursprünglich sind wir von gut 200 Teilnehmern ausgegangen, wegen des Wetters sind es gerade mal die Hälfte, aber die haben durchgehalten“, sagt die  Vorsitzende von „Die Eulen“, Danuta Zaczyk.  Nach einem Gespräch mit der Polizei durften auch die Fackeln nicht angezündet werden. Die Flammen seien im Wind schwer zu kontrollieren und daher zu gefährlich.

Mit verschiedenen Plakaten sprachen sich die Teilnehmer gegen Tierversuche aus. „Tierversuche sind aus ethischen, medizinischen und methodischen Gründen abzulehnen“, erklärt Danuta Zaczyk. Die dabei gewonnenen Ergebnisse seien in der Regel nicht auf Menschen übertragbar, es gebe zudem auch ethisch einwandfreie und wissenschaftlich belastbarere Methoden, wie etwa verschiedene In-Vitro-Verfahren. Unter anderem stand bei den Protesten auch die Heinrich-Heine Universität in der Kritik: Im Gebäude 22.22 sind die Versuchslabors untergebracht, in denen mehr als 20.000 Tiere zu Versuchszwecken gehalten werden.

„Ich bin strikt gegen Tierversuche, ein Tierleben darf nicht für fragwürdige wissenschaftliche Experimente missbraucht werden“, sagte Indra Bräutigam, die zukünftig auch beim Kauf von Kosmetika vermehrt darauf achten will, dass diese ohne Tierqualen hergestellt werden. Die Veranstaltungskauffrau aus Oberhausen war am Samstag eigentlich nur zum Weihnachtseinkauf nach Düsseldorf gekommen, trug sich nun aber angesichts der Proteste in verschiedene Petitionslisten ein.