NRW will Düsseldorfer Polizei nicht mehr unterstützen

Unterstützung für die Düsseldorfer Polizei: Altstadt ohne Hundertschaft?

Die Altstadt sei auch ohne die Hundertschaft sicher, sagt Innenminister Reul.

Erstmals seit Jahren hat die Polizei im September freigewordene Stellen in ihren Inspektionen und bei der eigenen Interventionseinheit Prios nicht besetzen können, weil das Land nicht genügend Beamte ausgebildet hat. Jetzt kommt der nächste Personalhammer: In der Altstadt ist die regelmäßige Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei keine Selbstverständlichkeit mehr.

Auf eine kleine Anfrage der Landes-Grünen erklärte Innenminister Herbert Reul jetzt, das Polizeipräsidium Düsseldorf sei „in der Verpflichtung“, sein Präsenzkonzept „auch ohne ergänzende Kräfte der Bereitschaftspolizei“ zu erfüllen und dürfe auch nicht mit Unterstützung aus den Nachbarbehörden rechnen. Die öffentliche Sicherheit in der Altstadt sei aber „in jedem Fall gewährleistet“.

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Das Präsenzkonzept war entwickelt worden, um dem Sicherheitsrisiko, das durch die Kombination aus Alkoholmissbrauch, mangelhafter Erziehung und Menschenmassen in der Altstadt steigt, entgegenzutreten. Nicht zuletzt der breitschultrige Auftritt der Bereitschaftspolizisten in Fünfergruppen und Einsatzanzügen hat in den vergangenen Jahren viel zur Befriedung beigetragen.

Bereits seit Juli muss die Altstadtwache häufig ohne sie auskommen, weil die Kollegen im Hambacher Forst gebraucht wurden. Auch künftig hätten solche Einsätze Vorrang, so der Minister. Die Grünen fürchten deshalb einen Anstieg der Kriminalität.

(sg)
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